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Königin Sophia gratuliert David Villa (r.) zum Finaleinzug © getty

Spanien kann auf die Unterstützung seiner Königin hoffen. Deutschlands Bundespräsident unterstützt die DFB-Elf. Die WM-Splitter.

München - Sie war der Glücksbringer im Halbfinale gegen Deutschland - nun wird Königin Sophia von Spanien auch das Finale der Weltmeisterschaft (So., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) in Südafrika besuchen.

Dies gab das spanische Königshaus nach dem 1:0-Sieg des Europameisters am Mittwochabend gegen die DFB-Auswahl bekannt.

König Juan Carlos erholt sich derzeit von einem chirurgischen Eingriff und kann nicht zum Duell mit den Niederlanden kommen.

Offen ist derzeit, ob auch Ministerpräsident Jose Luis Zapatero das Endspiel besuchen wird.

Der Regierungschef teilte mit, er wisse noch nicht, ob sein Terminkalender die spontane Reise nach Südafrika zulasse.

SPORT1 hat weitere News von der WM zusammengefasst.

Wulff unterstützt DFB-Team

Der neue Bundespräsident Christian Wulff unterstützt die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft am Samstag in Port Elizabeth im kleinen Finale gegen Uruguay (Sa., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

Der CDU-Politiker wird sich einen Tag später auch das Endspiel zwischen Deutschland-Bezwinger Spanien und den Niederlanden in Johannesburg live anschauen.

Nach Angaben aus dem Bundespräsidialamt sei der Besuch von Wulff eine Reverenz an die "tolle junge deutsche Mannschaft und an den Gastgeber Südafrika für das großartige Turnier, das das Land ausgerichtet hat".

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die das 4:0 der DFB-Auswahl im Viertelfinale gegen Argentinien am vergangenen Samstag in Kapstadt live verfolgt hatte, meldete sich einen Tag nach dem 0:1 des Vize-Europameisters im Halbfinale gegen Spanien am Donnerstagvormittag telefonisch bei Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff.

Sie habe beiden versichert, dass die Mannschaft am Kap "ein hervorragendes Bild von Deutschland abgegeben hat", teilte DFB-Mediendirektor Harald Stenger mit.

Spiel um Platz drei nicht ausverkauft

Für das kleine Finale der WM in Südafrika zwischen Uruguay und Deutschland am Samstag sind noch Eintrittskarten erhältlich. Das gab der Weltverband FIFA bekannt.

"Für das Spiel um Platz drei in Port Elizabeth gibt es noch 2700 Tickets der Kategorien 1-4", sagte FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot am Donnerstag.

Das Endspiel am Sonntag im Soccer-City-Stadion von Johannesburg zwischen den Niederlanden und Spanien ist dagegen ausverkauft. "Wir rechnen mit einem vollen Haus", sagte Maingot.

WM sorgt für "tote Hose" im Rotlicht-Milieu

Als Spaniens Ballartisten die deutschen Kicker im WM-Halbfinale entzauberten, herrschte im Rotlicht-Milieu wieder mal tote Hose 253025(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

König-Fußball fesselt die deutschen Männer seit Wochen an die TV-Bildschirme und sorgt auch in anderen Branchen für viel Frust. "Zur WM läuft das Geschäft schlecht", sagt Rosl Prieschl, Geschäftsführerin vom Nachtclub "Bel Ami" in München.

"Ich habe mir manchmal schon gewünscht, die deutsche Elf wäre früher ausgeschieden."

Wenig Kinobesucher

Auch andernorts kommen die Eros-Center nicht auf ihre Kosten. "Zu den deutschen Spielen war bei uns wenig los. Bis zum Anpfiff ging es noch, dann wurde es deutlich weniger", sagt Diana vom Laufhaus in Berlin-Wedding.

Auch im größten Bordell der Hauptstadt herrscht Flaute. "Die Leute gehen lieber auf die Fan-Meile und nutzen das gute Wetter", hieß es aus der Geschäftsführung des Artemis. Wie gut, dass der deutsche Triumphzug am Mittwoch gestoppt wurde.

Ähnlich wie im horizontalen Gewerbe macht man sich auch in der Kinobranche Sorgen. Während der WM-Spiele der Löw-Elf war in den Kinosälen erschreckend wenig los.

Fußballfreude und das Sommerwetter sorgten im Vergleich zum Vorjahr für einen Besucherrückgang von bis zu 50 Prozent, sagte Arne Schmidt vom "Cinemaxx".

"Der Andrang war geringer"

Die Filmverleiher haben frühzeitig auf die Konkurrenz reagiert. Filme wie die Vampir-Schnulze "Eclipse" oder das Fantasiespektakel "Inception" laufen erst nach der WM an.

Die Besucherzahlen für Filme wie "Sex and the City 2" (rund 40.000 Zuschauer) oder "Prince of Persia" (unter 30.000) blieben hinter den Erwartungen zurück.

Auch die Museen in der Berlin haben weniger Besucher registriert. "Der Andrang war zu den Spielen schon merklich geringer", sagt Arndt Möller von den Besucherdienst der Staatlichen Museen Berlins.

Einige Gäste hätten die Lage ausgenutzt und seien bewusst zu den Spiele der DFB-Elf in die Ausstellungen gekommen, um das oft vorhandene Gedränge zu umgehen.

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