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Gerardo Martino spielte 1992 einmal für die argentinische Nationalmannschaft © getty

Algerien und Paraguay halten an ihren Trainer fest. Katalonien unterstützt Spanien und Milla kritisiert die afrikanischen Teams.

München - Gerardo Martino bleibt vorerst Trainer der Nationalmannschaft Paraguays.

Der 47-jährige Argentinier kündigte im paraguayischen Fernsehen an, er werde bis zur Copa America weitermachen.

Die kontinentale Meisterschaft Südamerikas findet im nächsten Jahr in seinem Heimatland statt.

"Es stand schon seit fünf Monaten fest, dass ich bleiben würde. Der Vertrag war schon fertig", sagte Martino. "Nach der Copa America wird mein Zyklus aber beendet sein und ich werde das Amt niederlegen."

Unter Martino hatte die "Albirroja" zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein WM-Viertelfinale erreicht. (Der SPORT1-WM-Spielplaner)

Dort scheiterte das Team um die Dortmunder Lucas Barrios und Nelson Valdez sowie dem Ex-Münchner Roque Santa Cruz an Spanien (0:1).

Auch Algeriens Trainer bleibt im Amt

Rabah Saadane bleibt aller Voraussicht nach Coach der algerischen Nationalmannschaft.

Er habe dem Präsidenten des algerischen Verbandes seine prinzipielle Zusicherung gegeben, weiterzumachen, sagte der Coach, der mit seiner Mannschaft in der WM-Vorrunde in Südafrika ausgeschieden war.

Die Nordafrikaner hatten zwei Niederlagen erlitten, aber dem Fußball-Mutterland England ein torloses Unentschieden abgetrotzt. 253025(DIASHOW: Tops und Flops der WM)

Das nächste Länderspiel steht am 11. August gegen Gabun auf dem Programm und dient als Vorbereitung auf die Qualifikation für den Afrika-Cup.

SPORT1 hat weitere News von der WM zusammengefasst.

Katalonien unterstützt Spanien

Ganz Spanien ist vor dem Finale der WM (So., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) im Fußball-Fieber und sogar in Katalonien wird die rot-gelb-rote Flagge geschwenkt.

"Hier hängen mittlerweile mehr spanische als katalanische Flaggen von den Balkonen", beklagte sich der Vize-Präsident der katalanischen Regionalregierung Josep Lluis Carod-Rovira.

"Die katalanischen Nationalisten sind wegen der Anziehungskraft der Nationalmannschaft besorgt", schrieb die spanische Tageszeitung "El Mundo".

Puyol spielte schon für die "Seleccio Catalana"

In Katalonien, im Nord-Osten der iberischen Halbinsel gelegen, ist die Identifikation mit der Seleccion traditionell eher gering.

Die autonome Region hat ihre eigene Nationalmannschaft, die allerdings nur Freundschaftsspiele absolviert.

Carles Puyol, der Spanien mit seinem Kopfballtreffer gegen Deutschland ins Finale schoss, hat bereits für die "Seleccio Catalana" gespielt.

Zum Finale soll in der katalanischen Hauptstadt Barcelona eine riesige Leinwand aufgestellt werden.

Milla kritisiert Afrikas Teams

Kamerun-Star Roger Milla hat das schwache WM-Abschneiden der afrikanischen Teams kritisiert.

"Von Afrika hatte ich mir bei der WM sehr viel mehr erhofft. Aber die Mannschaften haben sowohl ein Problem mit der Disziplin als auch mit der Vorbereitung auf so ein Turnier", sagte der 58-Jährige.

Milla hatte bei der WM 1990 mit der Nationalmannschaft Kameruns die Fußballwelt verzaubert. Der damals bereits 38-Jährige erzielte insgesamt vier Tore und schoss Kamerun damit bis ins Viertelfinale.

Shakira singt bei Schlussfeier

Pop-Star Shakira ist die Hauptattraktion bei der Schlussfeier der WM in Südafrika.

Die Kolumbianierin, die schon 2006 vor dem WM-Finale zwischen Italien und Frankreich auf der Bühne im Berliner Olympiastadion gestanden hatte, wird mit dem offiziellen FIFA-WM-Song "Waka Waka" auftreten.

"Während die Eröffnungszeremonie eine traditionelle Herangehensweise hatte, um Afrikas Erbe gerecht zu werden, wird die Schlussfeier zeitgenössisch und jugendlich", kündigte Derek

Carstens, Marketing-Chef des WM-Organisations-Komitees, an.

Die 30-minütige Zeremonie wird in 215 Länder live übertragen.

Verkehrs-Chaos am Finaltag befürchtet

Das Organsiations-Komitee der WM befürchtet vor dem Endspiel am Sonntag ein Verkehrschaos.

"Wir bitten alle Zuschauer, sich frühzeitig auf den Weg ins Stadion zu machen", sagte OK-Pressechef Rich Mkhondo: "Einige Straßen rund ums Stadion werden ab mittags gesperrt sein. Deshalb empfehlen wir dringend, die Park-and-Ride-Möglichkeiten und die Öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen."

Die Schlussfeier im Soccer-City-Stadion beginnt um 18.30 Uhr, die Eingangstore werden ab 14.30 Uhr geöffnet sein. Anpfiff des Finales zwischen den Niederlanden und Spanien ist um 20.30 Uhr

Kriminalitätsrate rückläufig

Die Angst vor den Schnellgerichten hält die Kriminellen in Südafrika offenbar vor Straftaten zurück.

In den großen südafrikanischen Städten Johannesburg, Pretoria, Durban und Kapstadt ist die Kriminalitätsrate nach einem Bericht der Zeitung "Beeld" um 60 bis 70 Prozent gesunken.

Die enorme Präsenz der Polizei sowie die Abschreckung durch die Schnellgerichte haben offensichtlich dazu geführt, dass sich die sogenannten "Thugs" während der WM in Südafrika deutlich zurückgehalten haben.

Zudem haben hohe Strafen von bis zu 15 Jahren für Überfälle ohne Körperverletzung den Kriminellen offenbar Respekt eingeflößt und hatten abschreckenden Charakter.

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