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Spanien steht zum ersten Mal im Finale einer Weltmeisterschaft © getty

Der WM-Titel hat für die beiden Finalteilnehmer postive Auswirkungen in der FIFA-Rangliste. Hiddink lobt Holland. WM-Splitter.

München - Dem siegreichen Endspielteilnehmer der WM winkt der Sprung auf Platz eins in der Weltrangliste des Weltverbandes FIFA.

Spanien, derzeit auf Platz zwei hinter Brasilien, würde mit einem Titelgewinn in jedem Fall auf Rang eins rücken.

Sogar nach einer Niederlage im Elfmeterschießen bliebe den Iberern der schwache Trost des ersten Platzes im Ranking.

Gewinnen dagegen am Sonntag die viertplatzierten Niederländer in der regulären Spielzeit oder nach Verlängerung, würde Oranje zum ersten Mal in der Geschichte die Top-Position in der Weltrangliste einnehmen.

SPORT1 hat weitere News von der WM zusammengefasst.

Hiddink lobt niederländische Spielweise

Der frühere niederländische Nationaltrainer Guus Hiddink hat die Elftal vor dem Finale der WM gegen Spanien am Sonntag (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) in Johannesburg für ihre "deutschen Eigenschaften" gelobt.

"Die Niederlande sind ein bisschen das Deutschland der Vergangenheit. Das Spiel der Elftal ist nicht immer schön für das Auge. Aber was die Mannschaft bei der WM in Südafrika erreicht hat, ist überragend. Realismus hat den schönen Fußball ersetzt", sagte der türkische Nationalcoach der Zeitung "Algemeen Dagblad".

Der 63-jährige Hiddink hatte die Niederlande bei der WM 1998 in Frankreich bis ins Halbfinale gegen Brasilien geführt.

Verdienst von van Marwijk

2002 war er mit Co-Gastgeber Südkorea bis ins WM-Semifinale gestürmt. Bei der EURO 2008 war der erfahrene Fußballlehrer Coach Russlands und gewann im Viertelfinale gegen sein Heimatland 3:1 nach Verlängerung.

Dass die Niederlande in Südafrika zum dritten Mal nach 1974 und 1978 in einem WM-Finale stehen, ist nach Angaben von Hiddink insbesondere ein Verdienst von Bondscoach Bert van Marwijk.

"Van Marwijk hat dem Team sehr viel Sicherheit gegeben. Man hat im Viertelfinale gegen Brasilien gesehen, wie schwer es ist, gegen die Niederlande zu spielen", sagte Hiddink.

FIFA zufrieden mit Schiedsrichtern

96 Prozent der Schiedsrichter-Entscheidungen bei der WM in Südafrika waren angeblich korrekt. Zu diesem Urteil kommt zumindest die Schiedsrichter-Kommission des Weltverbandes FIFA.

"96 Prozent der Entscheidungen waren richtig. Das sind Fakten, keine Meinungen", sagte der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission der FIA, der Spanier Jose Maria Garcia-Aranda, nach 62 von 64 Spielen.

"Hier sind die besten Spieler der Welt im Einsatz und von 15 Elfmetern wurden nur neun verwandelt, also 60 Prozent. Wenn man das mit den 96 Prozent vergleicht, waren die Schiedsrichterleistungen bei dieser WM mehr als gut", äußerte der Iberer.

Einige Fehlentscheidungen

Auch die Einschätzung der Kommission kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei der WM zu einigen eklatanten und entscheidenden Fehlentscheidungen gekommen war.

So wurde im Achtelfinale zwischen Deutschland und England (4:1) beim Stande von 2:1 ein Tor von Frank Lampard nicht gegeben. Der Ball hatte deutlich die Linie überquert.

Ebenfalls in der Runde der letzten 16 war Argentinien gegen Mexiko durch einen klaren Abseitstreffer von Carlos Tevez mit 1:0 in Führung gegangen.

Das Spiel endete 3:1 zugunsten der Gauchos. "Ja, es hat Fehler gegeben. Aber wir sprechen hier von 62 Spielen", sagte Garcia-Aranda und wehrte sich gegen die Kritik.

OK-Chef zieht positives Fazit

Pathetisch hat sich der südafrikanische OK-Chef Danny Jordaan über die Weltmeisterschaft in Südafrika geäußert und ein überaus positives Gesamtfazit gezogen.

Von diesem neuen Südafrika hätte das Land geträumt, als Nelson Mandela vor 20 Jahren das Gefängnis verlassen hat.

Im Jahr 2010 sei es Wirklichkeit geworden, das sei etwas ganz Besonderes, sagte der Geschäftsführer des südafrikanischen Organisationskomitees bei einem Pressemeeting am Samstag.

Dunga ist sich keiner Schuld bewusst

Der ehemalige brasilianische Nationaltrainer Dunga gibt sich selbst keine Schuld am Viertelfinal-K.o. des Rekord-Weltmeisters bei der WM in Südafrika.

"Ich habe ein reines Gewissen. Ich wollte gewinnen, aber wir haben es nicht geschafft", sagte der ehemalige Stuttgarter Bundesliga-Profi, der nach vierjähriger Amtszeit vom brasilianischen Verband CBF entlassen worden war.

"Die Spieler haben alles gegeben, ich kann ihnen keine Vorwürfe machen. Wir haben getan, was wir tun konnten."

In der Runde der letzten Acht hatte die Selecao gegen den späteren Finalisten Niederlande nach einer 1:0-Halbzeitführung noch 1:2 verloren.

Todesopfer nach WM-Streit

Gewalttätige Auseinandersetzungen haben in Indonesien am Samstag im Zusammenhang mit der WM ein Todesopfer und zwei Verletzte gefordert.

Es sei zu Gewalttätigkeiten gekommen, als eine der Mannschaften, die bei der WM im Einsatz ist, gefeiert wurde, sagte ein Polizeisprecher auf der Insel Maluku, wo sich der Vorfall ereignet hatte.

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