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Ein fünfköpfiges Team um FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke (l.) führte die Auslosung durch © getty

Schon die Vorrunde beim Confed-Cup 2009 verspricht spannend zu werden. Der aktuelle trifft auf den Rekordweltmeister.

Johannesburg - Es ging lediglich um die Auslosung zum Confederations Cup 2009, doch die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika warf bereits ihre Schatten voraus.

"Wir werden das Beste aus dieser Gelegenheit für Afrika machen", versicherte Irvin Khoza, der Präsident der WM-Organisationskomitees, am Samstag im Sandton Convention Centre von Johannesburg.

Voller Leidenschaft und Pathos beschworen die Gastgeber ihre Chance, mit der Ausrichtung der zwei großen Fußball-Turniere ihrem Land und dem gesamten Kontinent ein neues Image geben zu können.

Duell der Serien-Weltmeister

Vom 11. bis zum 28. Juni 2009 will Südafrika das Interesse der (Fußball-)Welt zum ersten Mal auf sich lenken.

Zugute kommt dem OK dabei die durchaus hochkarätige Besetzung des Confed-Cups, für den die Meister der sechs Konföderationen des Weltverbandes FIFA sowie der amtierende Weltmeister und der WM-Gastgeber qualifiziert sind.

Die attraktivste Begegnung der Vorrunde ist das Spiel zwischen dem amtierenden Weltmeister Italien und Südamerika-Meister Brasilien in der Gruppe B.

Spanien startet gegen Neuseeland

Weitere Gegner für Italien und Titelverteidiger Brasilien sind Mittel-/Nordamerika-Meister USA sowie Afrika-Meister Ägypten. In der Gruppe A trifft Gastgeber Südafrika zunächst auf Asien-Meister Irak, Europameister Spanien beginnt gegen Ozeanien-Meister Neuseeland.

Die beiden Gruppenersten erreichen das Halbfinale. Das Endspiel findet am 28. Juni im Ellis Park von Johannesburg statt, der Sieger des Turniers erhält ein Gesamt-Preisgeld von 3,75 Millionen Dollar.

Nur vier fertige Stadien

Die Organisatoren der WM 2010 sehen den Confed-Cup 2009 als willkommene Gelegenheit zur Generalprobe. Allerdings musste schon im Vorfeld des Testturniers umdisponiert werden.

Der Stadion-Neubau in Port Elizabeth wird bis zum Juni kommenden Jahres nicht fertig, nur vier fast fertige WM-Stadien stehen daher zur Verfügung.

Das Loftus Versfeld in der Hauptstadt Tshwane/Pretoria, das Mangaung Stadium in Mangaung/Bloemfontain, das Royal Bokafend Stadium in Rustenburg und der Ellis Park in Johannesburg, wo 2010 in "Soccer City" auch das Hauptstadion der WM stehen wird.

Bleiben Arenen leer?

WM-OK-Chef Danny Jordaan will enorme Anstrengungen unternehmen, um die vier Stadien mit Kapazitäten zwischen 42.000 (Rustenburg) und 61.000 Plätzen (Ellis Park) gut zu füllen.

Fußball ist mittlerweile der populärste Sport in Südafrika, trotz großer Zuschauerzahlen im Fernsehen ist der Besuch bei Spielen der nationalen professionellen Liga dagegen eher mäßig.

"Wir stehen vor der großen Herausforderung, die Stadien bei jedem Spiel zu füllen, nicht nur bei den Spielen der attraktiven Mannschaften", sagte Jordaan am Rande der Auslosung am Samstag in Johannesburg.

Der Confed-Cup 2009 ist der mittlerweile sechste. In den Jahren 1992 und 1995 wurden in Saudi-Arabien ähnliche Turniere gespielt, hießen damals aber noch "Internationale Meisterschaft um den König-Fahd-Pokal".

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