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2010 findet zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent eine WM statt © getty

Die deutsche Nationalmannschaft hat auf dem Weg nach Südafrika in Durban in Gruppe 4 dankbare Gegner zugeteilt bekommen. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit einem Team aus der EM-Quali.

Durban - Die deutsche Nationalmannschaft kann auf dem Weg nach Südafrika mit der Auslosung der Gruppengegner zufrieden sein.

EM-Teilnehmer Russland, Finnland, Aserbaidschan, Liechtenstein und wieder einmal Wales sind in der Gruppe 4 die Gegner der DFB-Auswahl bei der WM-Qualifikation für 2010.

Die WM-Ausscheidungsspiele beginnen im August kommenden Jahres.

"Es ist eine sehr interessante Gruppe. Russland ist sicher der stärkste Gegner, aber wir dürfen auch die anderen Teams nicht unterschätzen", meinte Bundestrainer Joachim Löw. "Es ist dennoch unser Ziel, dass wir Gruppenerster werden wollen und uns direkt qualifizieren."ad

Löw konnte die Auslosung 928 Tage vor WM-Beginn in Folge einer Zahn-OP nur am Fernseher verfolgen.

Erleichterung bei Bierhoff

"Wir haben das Selbstverständnis, als Gruppenkopf auch Gruppenerster werden zu wollen", meinte auch Teammanager Oliver Bierhoff, der ebenso wie Löw erleichtert war, das die DFB-Auswahl von Erzrivale England verschont wurde.

Bierhoff gab aber zu Bedenken, dass sowohl die Russen im Niederländer Guus Hiddink als auch die Finnen im Engländer Roy Hodgson renommierte Trainer haben, die ihre Teams nach vorne gebracht hätten.

"Eine machbare Gruppe"

"Das ist eine machbare Gruppe, die man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte", meinte unterdessen DFB-Sportdirektor Matthias Sammer.

Dass die DFB-Auswahl vom Erzrivalen England verschont wurde, löste im deutschen Lager große Erleichterung aus.

Glücksfee Christian Karembeu sorgte bei der von Bierhoff und Generalsekretär Wolfgang Niersbach angeführten DFB-Delegation wieder für gute Laune, die auch von Fifa-Exekutivmitglied Franz Beckenbauer geteilt wurde.

Valcke führt die Auslosung durch

Das landestypisch untermalte Auslosungs-Spektakel, das von Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke durchgeführt und weltweit in 173 Länder live übertragen wurde.

Als Assistenten halfen ihm die südafrikanischen Fussball-Legenden Kaizer Motaung, Jomo Sono und Lucas Radebe, die ehemaligen Bundesligaprofis Ali Daei (Iran) und Kasey Keller (USA) sowie George Weah (Liberia), Abedi Pele Ayew (Ghana) und die ehemaligen französischen Weltmeister Karembeu und Marcel Desailly.

Wieder gegen Wales

Die DFB-Auswahl, 2006 als Gastgeber gesetzt und vier Jahre zuvor über den Umweg Playoffs gegen die Ukraine am Ende ins WM-Finale 2002 Finale vorgestoßen, war aufgrund der aktuellen Fifa-Rangliste bei der Auslosung im ersten Lostopf der besten neun Mannschaften gesetzt.

Damit blieben ihr die Hochkaräter des europäischen Fußballs erspart.

Dass Wales, am vergangenen Mittwoch beim 0:0 in Frankfurt/Main letzter Gegner der deutschen Elf in diesem Jahr, erneut in der deutschen Gruppe landete, sorgte für ein Schmunzeln auf Seiten des DFB.

Rehhagel ist zufrieden

Mehr als zufrieden war auch Otto Rehhagel, der mit Europameister Griechenland gegen Israel, die Schweiz, Moldawien Lettland und Luxemburg antreten muss.

Weitaus schwieriger wird es für Klaus Toppmöller, der mit Georgien erneut auf Weltmeister Italien trifft und sich außerdem mit Bulgarien, Irland, Zypern und Montenegro auseinandersetzen muss.

Eine nahezu unlösbare Aufgabe steht Bernd Stange mit Weißrussland bevor, das gegen Kroatien, England, die Ukraine, Kasachstan und Andorra bestehen muss.

Nigeria gegen Südafrika

Ex-Bundestrainer Berti Vogts und seinem nigerianischen Team steht mit Südafrika (für die WM natürlich als Gastgeber qualifiziert, Äquatorialguinea, Sierra Leone) eine lösbare erste Qualifikationsrunde bevor.

Ebenso wie Ulli Stielike mit der Elfenbeinküste (Mosambik, Botswana, Madagaskar) und Otto Pfister mit Kamerun (Kapverden, Tansania, Mauritius).

Die Qualifikationsrunde gilt zugleich als Quali für den übernächsten Afrika-Cup, deshalb nimmt Südafrika daran teil.

Politisches Duell

In der asiatischen Qualifikation kommt es zum politisch brisanten Duell zwischen Nordkorea und Südkorea.

Korea ist seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in zwei Staaten geteilt, nun wurden der Norden und der Süden gemeinsam in die Gruppe 3 der Asienzone gelost.

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