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Verbandspräsident Karadzic (l.) ist glücklich, das Talent für Serbien gewonnen zu haben © getty

Der in den USA aufgewachsene Neven Subotic hat sich für sein Geburtsland entschieden und wird das serbische Nationaltrikot tragen.

Belgrad - Neven Subotic hat sich für sein Geburtsland und gegen die Offerten anderer Nationalmannschaften entschieden.

Der serbische Fußball-Verband präsentierte den künftigen Nationalspieler am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.

"Meine ganze Familie stammt aus Serbien, ich fühle mich als Serbe und freue mich auf meine künftige Nationalmannschaft", sagte der 20-Jährige von Borussia Dortmund bei seiner Vorstellung im Verbandssitz in Belgrad.

Auch der DFB hatte sich für den Verteidiger interessiert, doch ein Einsatz war nicht mehr möglich.

Denn Subotic war zum Zeitpunkt seines ersten Einsatzes für eine US-Auswahl noch kein deutscher Staatsbürger. ad

Wahl zwischen vier Nationalelfs

Der Abwehrspieler, der zu den Entdeckungen in der laufenden Saison in der Bundesliga zählte, hatte sich für Serbien und gegen die USA, Bosnien und Kroatien entschieden, die ebenfalls um ihn geworben hatten.

In den nächsten Tagen soll der BVB-Profi seinen serbischen Pass erhalten, bis Ende des Monats sollen die Formalitäten mit dem Weltverband FIFA geregelt sein.

Der Dortmunder freut sich vor allem auf die Zusammenarbeit mit Nationalcoach Radomir Antic: "Er ist ein hervorragender Trainer." Sein Debüt in der "Plavi" (zu dt.: "die Blauen) könnte Subotic im Februar feiern.

Subotic spielte bereits für die USA

Subotic wurde in Banja Luka/Bosnien geboren. Wegen der Kriegswirren in seiner Heimat flohen die Eltern mit dem damals Fünfjährigen zunächst nach Deutschland und später in die USA.

Der Innenverteidiger erhielt die amerikanische Staatsbürgerschaft und debütierte im Dezember 2005 in der U17-Auswahl der USA.

2006 wechselte er zum FSV Mainz 05, zur laufenden Saison dann für 3,5 Millionen Euro Ablöse nach Dortmund. Dort besitzt Subotic einen Vertrag bis 2013.

Nach seinem starken Saisonstart hatte Bundestrainer Joachim Löw offen um Subotic geworben.

"Ich bin froh, wenn ein vielversprechender Spieler da ist, der für Deutschland spielen kann. Denn gerade auf der Manndecker-Position spielen viele Ausländer", hatte Löw damals erklärt.

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