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Ali Daei erzielte in 149 Länderspielen 109 Tore © imago

Die erste Niederlage in der WM-Quali bedeutet für Trainer Daei das Aus. Mexiko atmet auf, Kameruns Trainer kassiert eine Pleite.

München - Einen Tag nach der ersten Niederlage in der Qualifikation für die WM in Südafrika kam für Nationalcoach Ali Daei das Aus.

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA vermeldete am Sonntagnachmittag die Trennung vom ehemaligen Bundesliga-Stürmer (Bayern München, Hertha BSC Berlin, Arminia Bielefeld), der vor etwas mehr als einem Jahr den Posten übernommen hatte.

"Ali Daei ist als Konsequenz aus den Wünschen der Menschen von seinen Aufgaben als Trainer des Nationalteams entbunden worden. Er hat hat seine Pflichten vernachlässigt, was die enttäuschenden Ergebnisse in der WM-Qualifikation zeigen", hieß es in der IRNA-Mitteilung.

Eine offizielle Bestätigung vom Verband stand allerdings noch aus.

Rutemöllers Zukunft unklar

Wie es mit Erich Rutemöller weitergeht, erscheint unklar. Der ehemalige Chefausbilder des Deutschen Fußball-Bundes und Trainer des 1. FC Köln war am 1. Januar dieses Jahres von Daei als Berater mit ins Team geholt worden.

Der Iran kassierte am Samstag in der Asien-Qualifikation ein 1:2 (0:0) gegen Saudi Arabien und rutschte mit weiterhin sechs Punkten auf den vierten Rang der Gruppe B ab. Zudem war es nach 32 Spielen die erste Heimniederlage.

Dabei begann in Teheran alles nach Maß für den Iran, der durch das Tor von Mittelfeldspieler Massoud Shojaei (57.) vom spanischen Erstligisten CA Osasuna aus Pamplona in Führung ging. Doch Neif Hazazi (78.) und Osama Al-Harbi (86.) sorgten noch für die Wende.

Nordkorea vor Südkorea

Auf Fragen zu einem eventuellen Rücktritt reagierte der Stürmer mit den meisten Länderspieltoren weltweit am Samstag gereizt und sagte: "Ich bin zufrieden mit der Vorstellung der Spieler. Ich werde nicht zurücktreten. Die Gegentore resultierten aus Fehlern unsererseits, aber ich habe Verständnis, dass so etwas passiert."

Für die direkte Qualifikation muss der Iran mindestens den zweiten Tabellenplatz erreichen. An der Spitze liegt Nordkorea nach dem 2:0 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate mit zehn Punkten, dahinter folgt Südkorea (8).

Gruppe A: Japan übernimmt Spitze

In der Gruppe A übernahm Japan dank eines 1:0 gegen Bahrain mit 11 Punkten die Tabellenspitze von den am Samstag spielfreien Australiern (10.).

Usbekistan feierte mit dem 4:0 gegen Katar den

ersten Sieg und rückte mit vier Punkten auf den dritten Platz vor.

Pardo trifft für Mexiko

Aufatmen bei Mexikos Nationalmannschaft und Trainer Sven-Göran Eriksson:

Der zweimalige WM-Viertelfinalist feierte durch das 2:0 (1:0) gegen Costa Rica im Azteken-Stadion von Mexiko-Stadt den ersten Sieg in der Endrunde der WM-Qualifikation der CONCACAF-Zone.

Omar Bravo (19.) und der Ex-Stuttgarter Pavel Pardo (52., Elfmeter) schossen den Sieg heraus. Eriksson hatte den Stuttgarter Ricardo Osorio und den Ex-Frankfurter Aaron Galindo vor 105.000 Zuschauern in seiner Anfangsformation aufgeboten.

"Die Mannschaft hat gut gearbeitet, einfach professionell. Wir hätten sogar noch höher gewinnen können", sagte Eriksson.

USA: Remis nach 0:2

Durch den Sieg rangiert Mexiko nur noch einen Zähler hinter Tabellenführer USA, der 2:2 (0:1) in San Salvador gegen El Salvador spielte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Jozy Altidore (77.) und der Ex-Leverkusener Frankie Hejduk (88.) glichen nach einem 0:2-Rückstand durch Treffer von Eliseo Ortiz Quintanilla (15.) und Cristian Castillo (72.) noch aus.

US-Auswahlcoach Bob Bradley baute in seiner Start-Elf auf den Gladbacher Michael Bradley und den ehemaligen Bayern-Profi Landon Donovan.

Enttäuschung für Pfister

Für den deutschen Trainer Otto Pfister gab es zum Auftakt der entscheidenden Phase der WM-Qualifikation in Südafrika eine herbe Enttäuschung.

Der Nationaltrainer Kameruns musste mit dem WM-Viertelfinalisten von 1990 in der ghanaischen Hauptstadt Accra eine 0:1 (0:1)-Niederlage gegen sein ehemaliges Team Togo einstecken.

Pleite gegen Ex-Team

Pfister hatte die Westafrikaner bei der WM-Endrunde in Deutschland 2006 betreut.

Damals hatten im Lager der Togolesen, die wegen des Fehlens einer geeigneten Arena im eigenen

Land bei Heimspielen auf Ghana ausweichen, chaotische Verhältnisse geherrscht.

Adebayor trifft für Togo

Am Samstag erzielte Stürmerstar Emmanuel Adebayor vom 13-maligen englischen Meister FC Arsenal bereits in der 11. Minute das Tor des Tages für Togo.

Am 6. Juni geht es für beide Teams weiter. Kamerun trifft auf Marokko und Togo muss in Gabun antreten.

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