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Craig Bellamy wechselte im Winter von West Ham United zu Manchester City © getty

Während die Russen von Berti Vogts' Aserbaidschan nicht gefordert werden, hisst der nächste deutsche Gegner die weiße Fahne.

München - Keine Schützenhilfe von Berti Vogts, dafür Resignation beim kommenden deutschen Gegner Wales:

Russland bleibt der DFB-Auswahl durch das 2:0 (1:0) gegen die vom früheren Bundestrainer Vogts trainierten Aserbaidschaner in der WM-Qualifikationsgruppe 4 aus den Fersen.

Dagegen haben die Waliser nach dem 0:2 (0:1) gegen Finnland schon vor dem anstehenden Spiel gegen die deutsche Auswahl am Mittwoch in Cardiff (ab 20.15 Uhr LIVE) die weiße Fahne gehisst. (Die WM-Qualifikation im Stenogramm)

Bellamy völlig frustriert

"Das war das Duell zweier schwacher Mannschaften, die beide nicht den Hauch einer Chance auf die Qualifikation haben. Das ist die Erkenntnis nach der Partie. Es ist wie immer: Wir sind raus", sagte der frustrierte walisische Angreifer Craig Bellamy von Manchester City.

Nach der Heimpleite in Cardiff gegen die Finnen (7 Punkte) liegt Wales (6) nur noch auf Platz vier der Tabelle. An der Spitze steht Deutschland (13) vor Russland (9).

Bellamy sprach dem walisischen Team jegliche Klasse ab: "Nur Gott weiß, wohin uns unser Weg noch führt - wir haben kein gutes Team, ehrlich gesagt sind wir richtig schlecht", sagte er. Die angestrebte erste Teilnahme an einem großen Turnier seit der WM 1958 ist für ihn abgehakt. (DATENCENTER: Die WM-Qualifikationsgruppe 4)

Durchhalteparolen von Toshack

Der umstrittene Teammanager John Toshack versuchte es indes mit Durchhalteparolen.

"Wir hätten das Spiel eigentlich gewinnen müssen, um weiter eine Chance in der Gruppe mit Deutschland und Russland - zwei der besten Mannschaften Europas - zu haben. Trotzdem können wir uns von diesem Rückschlag erholen. Schließlich sind noch fünf Partien zu absolvieren", erklärte der Coach im Anschluss an die Niederlage durch die Gegentore von Jonathan Johansson (43.) und Shefki Kuqi (90.).

Vogts kritisiert Torwart und Stürmer

Zwei Treffer kassierte auch Vogts mit Aserbaidschan in Moskau. Roman Pawljutschenko (32.) und Konstantin Syrjanow (71.) trafen gegen das Team des Ex-Bundestrainers, der sich trotz der Pleite zufrieden zeigte.

"Ich bin stolz auf meine Jungs", sagte Vogts der "Bild am Sonntag", kritisierte aber gleichzeitig die Leistung seines Torhüters Farhad Welijew und seiner Angreifer.

"Ohne Torwart und Stürmer kann man nicht gewinnen. Hätte ich Poldi und Gomez oder Klose im Sturm, hätte Aserbaidschan schon zehn Punkte", äußerte der 62-Jährige, dessen Mannschaft erst einen Punkt und noch keinen Treffer auf dem Konto hat. In der Schlussminute hatte die Vogts-Truppe bei einem Pfostenschuss des eingewechselten Wagif Djawadow Pech.

Hiddink trotz Sieg nicht zufrieden

Trotz der insgesamt bescheidenen Bilanz versprach Vogts den Russen für das Rückspiel am 14. Oktober - vier Tage nach der Partie zwischen Russland und Deutschland - einen heißen Tanz: "Da gewinnen die nicht."

Russlands Trainer Guus Hiddink wollte sich mit dem Rückspiel noch nicht beschäftigen. Der Niederländer, der erstmals seit seinem Amtsantritt als Interimscoach des englischen Ex-Meisters FC Chelsea wieder die Sbornaja betreute, hatte nach dem durchwachsenen Auftritt seiner Mannschaft genügend akute Sorgen:

"Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Aber wir hätten viel besser spielen müssen."

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