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Julio Baptista spielt seit 2008 in der Serie A für den AS Rom © imago

Rekordweltmeister Brasilien spielt in der WM-Quali nur 1:1 und rutscht auf Platz vier ab. Maradona feiert ein gutes Heimdebüt.

Quito - Für Rekordweltmeister Brasilien wird die Luft dünn:

Nach einer ganz schwachen Vorstellung beim 1:1 (0:0) gegen Ecuador im 2850 Meter hoch gelegenen Quito rutschte die Selecao in der Südamerika-Qualifikation zur WM 2010 auf den vierten Tabellenplatz ab, der gerade noch zur direkten Teilnahme am Turnier in Südafrika berechtigt.

Am Samstag war bereits Argentinien (19 Punkte) durch ein 4:0 gegen Venezuela am Erzrivalen (18) vorbeigezogen und an Spitzenreiter Paraguay (23) herangerückt (DATENCENTER: Ergebnisse).

Sonntag über holte auch Chile (19) dank eines 3:1 (2:1) bei Schlusslicht Peru die Brasilianer. Zudem sitzt Uruguay (16), das derzeit als Fünfter noch die Relegations-Chance gegen einen Concacaf-Vertreter bekäme, dem fünfmaligen WM-Champion im Nacken.

"Das Ergebnis ist normal", sagte Nationaltrainer Dunga. Immerhin gab es einen Punkt, in den beiden vorherigen Eliminatoras-Gastspielen in Quito hatte Brasilien jeweils 0:1 verloren.

"Wir haben wie in Zeitlupe gespielt", bekannte Robinho, der wie seine Kollegen, darunter die Bundesliga-Profis Lucio (Bayern München) und Josue (VfL Wolfsburg), mit Sauerstoffmangel und dem schneller laufenden Ball zu kämpfen hatte.

Ronaldinho nicht zu sehen

Vor allem Ronaldinho, der beim AC Mailand derzeit die Bank drückt, war ein Totalausfall. In seinem 71-minütigen Einsatz brachte es der Weltfußballer von 2004 und 2005 auf ein Dribbling. Torschüsse oder -vorlagen: Fehlanzeige.

Der für den 28-Jährigen eingewechselte Julio Baptista (AS Rom) machte es gleich besser, erzielte mit seinem zweiten Ballkontakt die Führung (72.).

Über die gesamten 90 Minuten stand jedoch Brasiliens Schlussmann Julio Cesar im Blickpunkt. "Das war ein wahres Bombardement", sagte der Torhüter von Italiens Meister Inter Mailand zu den 39 Torschüssen der Hausherren, denen ganze elf auf brasilianischer Seite gegenüberstanden.

Später Ausgleich für Ecuador

Nur beim Ausgleich in der 89. Minute durch Cristian Noboa war der 29-Jährige machtlos. Am Mittwoch kann sich das Blatt aber wieder für die Brasilianer wenden.

Am zwölften von 18 Spieltagen ist Schlusslicht Peru in Porto Alegre zu Gast, wo der angeschlagene Milan-Star Kaka am Sonntag Sonder-Trainingseinheiten absolvierte. Paraguay und Argentinien 28216(DIASHOW: Maradonas Karriere) müssen in die Höhe nach Ecuador respektive Bolivien. Und Chile hat die unbequemen "Urus" zu Gast.

Ein weiterer Erfolg brächte Chile aber nach zwei verpassten Endrunden der WM-Bühne ein großes Stück näher. In Lima überzeugte das Team des argentinischen Coachs Marcelo Bielsa, der über die Tore von Alexis Sanchez (2.), Humberto Suazo (32., Elfmeter) und Matias Fernandez (70.) jubelte.

Peru verkürzte zwar durch Johan Fano (34.), verlor aber Juan Manuel Vargas (52.) durch eine Rote Karte vorzeitig und ist mit nur sieben Punkten wohl aus dem Rennen um ein Südafrika-Ticket.

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