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Danny Jordaan, Generaldirektor des südafrikanischen OK, nahm Stellung © getty

Der Präsident der Elfenbeinküste hat eine Staatstrauer angeordnet. Eine Kampagne soll künftig ähnliche Katastrophen verhindern.

Abidjan - Staatspräsident Laurent Gbagbo hat nach der Stadion-Katastrophe, bei der in der Hauptstadt Abidjan mindestens 19 Menschen starben, eine am 1. April beginnende dreitägige Staatstrauer für die Elfenbeinküste angeordnet.

Beim WM-Qualifikationsspiel (Road to Johannesburg) zwischen der Elfenbeinküste und Malawi (5:0) war es am Sonntag (Massenpanik: 19 Tote bei WM-Quali-Spiel) vermutlich nach dem Einsturz einer Mauer zu einer Massenpanik im überfüllten Stadion gekommen.

Sechs der über 130 Verletzten sind nach aktuellen Angaben noch in einem kritischen Zustand.

Mitschuld der Regierung?

Der Präsident des nationalen Fußball-Verbandes Jacques Anouma kündigte an, die Verantwortlichen für die Tragödie schnell zu ermitteln und zu bestrafen.

Der Premierminister der Elfenbeinküste rief seine zuständigen Minister sowie die Spitzenfunktionäre von Sport und Polizei zusammen, um die mögliche Mitschuld der Regierung zu diskutieren.

Überfülltes Stadion

Offenbar waren zahlreiche Fußball-Anhänger ohne Eintrittskarte in das für 35.000 Besucher ausgelegte Stadion gelangt.

Das war mit angeblich fast 50.000 Fans, die ihre zumeist in Europa spielenden Stars wie Didier Drogba (FC Chelsea) sehen wollten, total überfüllt, nachdem verärgerte Kartenbesitzer an den Ordnern vorbei zusätzlich in die Arena gedrängt waren.

Spieler nicht informiert

Afrikanische Zeitungen kritisierten, dass die Partie nach Beginn der Panik überhaupt fortgesetzt worden war.

Chelsea-Stürmer Drogba erklärte das Geschehen zur "nationalen Tragödie" und sagte, dass die Spieler erst am Abend nach dem Spiel Informationen über das Geschehen erhalten hätten.

Aufklärungskampagne

Um ähnliche Katastrophen bei der WM 2010 in Südafrika auszuschließen, kündigte OK-Chef Danny Jordaan für die afrikanischen Zuschauer eine Aufklärungskampagne an.

Die Fans hätten zu lernen, frühzeitig zu den Stadien zu kommen, sagte Jordaan. "Die Stadiontore werden drei Stunden vor dem jeweiligen Spielbeginn geöffnet, und das ist der Zeitpunkt, zu dem wir die Fans für den Einlass erwarten."

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