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Hugo Almeida erzielte gegen Nordkorea den Treffer zum 3:0 © imago

Almeida gibt vor dem Achtelfinale gegen Spanien bei SPORT1 zu, dass Portugal dem Europameister gern aus dem Weg gegangen wäre.

Aus Südafrika berichtet Thorsten Mesch

Kapstadt - Portugal hat die viel zitierte "Todesgruppe" überlebt und sich neben Brasilien für das Achtelfinale qualifiziert.

Dort allerdings ist Europameister Spanien Favorit (Di., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

Um dem erwarteten Angriffswirbel des Nachbarn etwas entgegenzusetzen, wählt Portugals Nationalcoach Carlos Queiroz wieder eine offensivere Variante als zuletzt gegen Brasilien.

Daher feiert Hugo Almeida sein Debüt in der Startelf.

Der Stürmer von Werder Bremen hatte beim 7:0 gegen Nordkorea nach seiner Einwechslung einen Treffer erzielt.

Bei SPORT1 spricht Hugo Almeida über das 0:0 gegen Brasilien, das Duell gegen Spanien und seinen Bremer Vereinskollegen Mesut Özil.

SPORT1: Portugal hat das erste Ziel erreicht und sich in der "Todesgruppe" hinter Brasilien, aber vor der Elefenbeinküste fürs Achtelifnale qualifiziert. Zufrieden?

Hugo Almeida: Ja, natürlich. Unser Ziel war es, die nächste Runde zu erreichen. Wir sind glücklich.

SPORT1: Das Spiel gegen Brasilien war aber für die meisten Zuschauer eine Enttäuschung. Warum?

Almeida: Es haben zwei sehr gute Mannschaften gegeneinander gespielt. Keiner wollte einen Fehler machen, denn in diesem Turnier bist du mit einem Fehler draußen. Es hätte ja auch sein können, dass die Elfenbeinküste gegen Nordkorea viele Tore geschossen hätte. Im Fußball muss man mit allem rechnen.

SPORT1: Sie selbst durften gegen Brasilien nicht spielen. Enttäuscht?

Almeida: Jeder will spielen, das ist doch klar. Ich versuche trotzdem, der Mannschaft zu helfen, blicke nach vorn, und vielleicht bin ich im Achtelfinale ja wieder dabei.

SPORT1: Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Spiel gegen Spanien?

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Almeida: Wir sind jetzt unter den besten 16 Mannschaften der Welt. Wir müssen einfach unsere Leistung bringen und sehen, was dabei herauskommt.

SPORT1: Wäre Ihnen ein anderer Gegner lieber gewesen?

Almeida: Natürlich hätte ich lieber gegen Chile oder die Schweiz gespielt. Aber man kann sich den Gegner eben nicht aussuchen. Wenn wir das Viertelfinale erreichen wollen, müssen wir jeden schlagen. So einfach ist das.

SPORT1: Mit Italien und Frankreich sind der Weltmeister und der Vizeweltmeister bereits in derVorrunde ausgeschieden. Hat Sie das überrascht?

Almeida: Daran sieht man, dass man im Fußball nichts im Voraus berechnen kann und alles möglich ist. Die anderen Mannschaften haben sich verbessert und der Unterschied zwischen den Großen und den so genannten Kleinen ist geringer geworden.

SPORT1: Brasiliens Maicon hat gesagt, Deutschland habe ihn bei der WM beeindruckt. Was sagen Sie zur DFB-Auswahl und zu den Leistungen Ihres Bremer Vereinskollegen Mesut Özil?

Almeida: Für mich ist Mesut nicht nur irgendein Spieler. Er ist ein großartiger Fußballer, er ist natürlich auch mein Freund und Kollege, aber er ist wirklich herausragend. Ich freue mich sehr für Ihn, dass er so eine tolle WM gespielt hat.

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