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Bei der WM kann er dennoch auflaufen und schafft es mit den Niederlanden bis ins Finale. Dort scheitert er allerdings an Spanien
Arjen Robben erzielte bislang 13 Tore für die Niederlande © getty

Der Bayern-Star war die tragische Figur des WM-Finals. Er hätte zum Helden werden können. Stattdessen spricht er über die Niederlage.

München/Johannesburg - Der Schock über das verlorene WM-Finale gegen Spanien war Arjen Robben deutlich anzumerken (262100Die besten Spieler der WM).

Zumal der Niederländer selbst zwei sehr gute Möglichkeiten vor dem Tor versiebte 262177(Die Bilder des Spiels).

Doch den Bayern-Stürmer ärgern auch einige Entscheidungen von Schiedsrichter Howard Webb.

Im Interview spricht er über den erneuten Nackenschlag, den neuen Weltmeister und den Schiedsrichter.

Frage: Arjen Robben, vier Minuten haben zum Erreichen des Elfmeterschießens im WM-Endspiel gegen Spanien gefehlt. Wie tief sitzt die Enttäuschung bei Ihnen?"

Arjen Robben: Ich bin sehr traurig, es tut unheimlich weh - vor allem, wenn ich an meine erste Chance denke, die ich vergeben habe. Die zweite Situation bewerte ich anders. Da hätte man Carles Puyol vom Platz stellen müssen, denn er hat mich klar gefoult. Ein verlorenes Finale ist natürlich immer eine bittere Erfahrung - es ist ja nicht das erste Mal für mich (zuletzt Champions-League-Endspiel-Niederlage mit Bayern München gegen Inter Mailand, d.Red.).

Frage: Gingen beide Mannschaften im Endspiel nicht über die Grenzen des Erlaubten hinaus?"

Robben: Wir haben alle unser Bestes gegeben. Jeder von uns wollte das Finale unbedingt gewinnen. Natürlich wurde hart gespielt, aber das Fair Play stand im Vordergrund.

Frage: Hat der englische Schiedsrichter Howard Webb, der 13 Gelbe Karten und eine Gelb-Rote für ihren Teamkollegen Johnny Heitinga zeigte, einen Einfluss auf das Ergebnis genommen?"

Robben: Er hätte mehr aufpassen müssen. Wenn ich daran denke, wie wir alle in der Kabine gesessen haben, kann ich nur schwer an mich halten. Der Schiedsrichter hat eine schlechte Rolle gespielt. Das war ein Weltklasse-Finale, da muss auch ein Weltklasse-Schiedsrichter pfeifen. Er hat einige befremdliche Entscheidungen getroffen. Das hat dem Spiel nicht gut getan.

Frage: Was sagen Sie über den neuen Weltmeister Spanien?

Robben: Spanien hat eine überragende Mannschaft. Sie haben bis zur letzten Minute die Möglichkeit, dank ihrer überragenden Einzelkönner ein Tor zu erzielen. Die Spanier verfügen über großartige Spieler. Aber wir haben es über weite Strecken geschafft, sie zu stoppen. Wir hätten es auch mit zehn Mann ins Elfmeterschießen schaffen können. Doch dann kam Iniesta, und nach dem Tor waren wir nicht mehr in der Lage zu reagieren.

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