vergrößernverkleinern
Luis Suarez erzielte gegen Mexiko den einzigen Treffer der Partie © getty

Die Celeste ist nach "schweren Jahren zurück" - Grund dafür ist die starke Abwehr. Mexiko will die Revanche gegen Argentinien.

Rustenburg - Die Celeste ist zurück: Diego Forlan jubelte über den Gruppensieg, Trainer Oscar Tabarez kündigte weitere Großtaten an, und auf den Straßen Montevideos lagen sich die Fans in den Armen.

Uruguay setzte bei der WM in Südafrika seinen unerwarteten Triumphmarsch fort und steht durch das 1:0 (1:0) gegen Mexiko erstmals nach 20 Jahren im Achtelfinale einer WM.

"Wir werden von anderen Teams wieder gefürchtet", sagte Tabarez.

In der Runde der letzten 16 muss die Reise für die "Urus" aber noch nicht beendet sein.

"Der Gruppensieg war wichtig"

Mit Südkorea wartet (Sa., 15.30 Uhr, im LIVE-TICKER) in Port Elizabeth ein schlagbarer Gegner.

"Deshalb war der Gruppensieg so wichtig", sagte Forlan.

Mexiko kam trotz der Niederlage ebenfalls weiter, trifft allerdings Sonntag auf Mitfavorit Argentinien. (Der WM-Spielplan)

"Uruguay ist bereit zu kämpfen"

"Wenn man an die Enttäuschungen der letzten Endrunden denkt, ist das Weiterkommen ein Erfolg", sagte Tabarez. "El Maestro" muss es wissen.

Der ausgebildete Grundschullehrer war 1990 schon Trainer, als Uruguay zum letzten Mal Achtelfinal-Luft schnuppern durfte und an Italien scheiterte.

"Nach schweren Jahren ist Uruguay zurück und bereit zu kämpfen", sagte Stürmer Edinson Cavani. (Die WM-Kader im Überblick)

Die Abwehr steht

Auch im letzten Gruppenspiel war die Abwehr der "Urus" das Glanzstück und spielte wieder zu Null.

Torwart Fernando Muslera verbesserte mit 270 Minuten ohne Gegentor den nationalen WM-Rekord.

Auch die Stars aus der Offensive wie Forlan und Luis Suarez lobten die Hintermannschaft.

"In der Defensive ist dieses Team großartig", sagte Forlan. "Wir kontrollieren die Spiele, weil wir uns auf die Abwehr verlassen können", sagte Luis Suarez, der in der 41. Minute das Tor des Tages erzielte.

So stark wie lange nicht mehr

In Südafrika präsentieren sich die Südamerikaner so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Bei der letzten WM in Deutschland war der zweimalige Weltmeister (1930 und 1950) nicht dabei.

2002 schied man in der Vorrunde aus. Und noch in der Qualifikation für die WM 2010 gab es Probleme.

In der Südamerika-Gruppe belegte das Tabarez-Team nur Platz fünf und musste in die Playoffs gegen Costa Rica.

"Die Karten sind hier neu gemischt. Wir haben hier noch einiges vor", sagte Tabarez.

Kein "Nichtangriffspakt"

Wie groß der Ehrgeiz ist, zeigte auch die Tatsache, dass sich die Celeste nicht auf einen "Nichtangriffspakt" einlassen wollte. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Zum Weiterkommen hätte ein Remis gegen Mexiko gereicht, doch die "Urus" spielten auf Sieg.

"Vielleicht waren einige der Meinung, dass wir nicht gewinnen müssten. Aber das ist nicht meine Meinung", sagte Tabarez.

Auch die Mexikaner, denen ebenfalls ein Remis zum Weiterkommen gereicht hätte, wollten sich nicht auf einen Deal einlassen.

Mexiko hat es schwer

"Die FIFA kann sicher sein, dass wir gewinnen wollten", erklärte Trainer Javier Aguirre.

Nach der Niederlage von Rustenburg jedoch herrschte im Lager von "El Tri" Ernüchterung, nur dank der besseren Tordifferenz gegenüber Gastgeber Südafrika war man ins Achtelfinale eingezogen.

Mexiko steht bereits zum fünften Mal in Folge bei der WM im Achtelfinale, doch zum fünften Mal in Folge droht das Aus.

Revanche gegen Argentinien

"Argentinien ist ein starker Gegner, doch wir werden uns in Ruhe vorbereiten und unsere Chance suchen", sagte Aguirre.

"Wir werden uns auf den großen Rivalen konzentrieren", sagte Rafael Marquez.

Schnell wurden im mexikanischen Lager Rufe nach Wiedergutmachung für 2006 laut.

"Jetzt können wir uns revanchieren", meinte Mittelfeldspieler Guillermo Franco von West Ham United.

Seit der unglücklichen 1:2-Pleite nach Verlängerung bei der WM 2006 in Leipzig haben die Mexikaner mit den Gauchos noch eine Rechnung offen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel