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Otto Rehhagel war seit Herbst 2001 griechischer Nationaltrainer © imago

Nach dem Vorrunden-Aus endet die Ära von Otto Rehhagel als griechischer Nationalcoach. Nachfolger soll ein Portugiese werden.

Von Martin Volkmar

München/Durban - Rehakles geht in Rente:

Otto Rehhagel hört wie erwartet als griechischer Nationaltrainer nach dem Vorrunden-Aus bei der WM auf. (Nachbericht: "Rehakles" vor dem Abgang - Maradona obenauf)

Nach Informationen des "kicker" verabschiedete sich der 71-Jährige vor der Heimreise von seiner Mannschaft.

"Es waren neun herrliche Jahre, doch alles Schöne hat mal ein Ende", erklärte Rehhagel in seiner Ansprache vor den Spielern.

"Der Kreis schließt sich und ich freue mich, mit Euch so viel erreicht zu haben."

Portugiese Santos Kandidat auf Nachfolge

Verbandschef Sofoklis Pilavios bestätigte die Entscheidung kurz darauf, "den gemeinsamen Entschluss, die sensationell erfolgreiche gemeinsame Zeit zu beenden".

Der Nachfolger stehe bereits fest und solle in Kürze vorgestellte werden. Erster Anwärter ist der Portugiese Fernando Santos (zuletzt PAOK Saloniki).

Zudem werden der Bosnier Dusan Bajevic und Zyperns Nationalcoach Angelos Anastasiadis gehandelt.

Trotz aller Kritik an Rehhagels defensiver Spielweise treten sie ein schweres Erbe an, denn unter dem früheren Bundesligacoach erlebte das griechische Nationalteam die erfolgreichste Ära seiner Geschichte.

2004 sensationell Europameister

2004 führte "König Otto" den krassen Außenseiter sensationell zum EM-Titel, schaffte zudem die Qualifikation für die EM 2008 und die WM 2010.

In Südafrika feierten die Hellenen beim 2:1 gegen Nigeria den ersten WM-Endrundensieg überhaupt, schieden aber nach dem 0:2 gegen Argentinien vorzeitig aus. (Der WM-Spielplan)

Danach hatte er Fragen zu seiner Zukunft konsequent abgeblock: "Alles meine Privatsache!"

Nun aber ist der Schritt ins Privatleben offenbar beschlossene Sache.

Weiterer Trainer-Job denkbar

Allerdings hatte der ehemalige Bremer und Lauterer Meistercoach mehrfach betont, er könne sich auch eine weitere Tätigkeit als Trainer vorstellen.

In Griechenland will man ihm nun einen gebührenden Abschied bereiten. "Eigentlich müssten wir ihm eine Statue erbauen?, meinte Pilavios.

"Als er 2001 kam, waren wir auf Rang 62 der FIFA-Weltrangliste, jetzt plazieren wir uns dauerhaft unter den ersten 15. Das sagt doch alles".

Im Gegensatz zur griechischen Mannschaft bleibt Rehhagel noch in Südafrika und will dort noch das Turnier verfolgen.

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