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Zlatko Dedic steht seit 2009 beim VfL Bochum unter Vertrag © getty

Das Duell zwischen Algerien und Slowenien ist für beide Teams "von enormer Bedeutung". Die Afrikaner sind Löws "Geheimfavorit".

Johannesburg/Polokwane - Bundesliga-Absteiger mit dem VfL Bochum, Fußball-Helden in ihren Ländern: Anthar Yahia und Zlatko Dedic erleben in diesem Jahr eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Am Sonntag (So., ab 13 Uhr im LIVE-TICKER) treffen die Zwei bei der WM in Südafrika beim Außenseiter-Duell zwischen Algerien und Slowenien in Polokwane aufeinander.

Yahia soll die Wüstenfüchse wegen der Formschwäche von Yazid Mansouri sogar als Kapitän anführen. (Der Spielplan)

"Das ist natürlich eine Ehre für mich, spielt aber nur eine Nebenrolle", sagte der 28-Jährige: "Was zählt, ist unsere Leistung auf dem Platz. Wir müssen das Spiel unbedingt gewinnen. Diese Begegnung ist von enormer Bedeutung für uns."

Grünes Licht für Yahia

Nach der Ankunft der Algerier im Austragungsort am Samstag gab die medizinische Abteilung grünes Licht für einen Einsatz Yahias, den eine Knöchelblessur plagt.

Zuvor war die Anreise der Algerier von Pannen geprägt. Weil die Flugaufsicht zunächst keine Start-Erlaubnis erteilte, konnte das Team erst mit einer Verspätung von rund 30 Minuten von San Lameer in der Nähe von Durban aufbrechen.

Das für 11.30 Uhr angesetzte Abschlusstraining im Peter Mokaba Stadion musste auf 17.00 Uhr verschoben werden.

Dedic nur auf der Bank?

Dedic dagegen muss sich möglicherweise zunächst mit einem Platz auf der Bank begnügen. (Die WM-Kader im Überblick)

Sloweniens Nationaltrainer Matjaz Kek könnte im Sturm neben Milivoje Novakovic vom 1. FC Köln eher Zlatan Ljubijankic vom belgischen Erstligisten KAA Gent in der Startelf bevorzugen.

Dank Yahia und Dedic in Südafrika

Dass Slowenien und Algerien überhaupt in Südafrika mit dabei sind, haben sie Dedic und Yahia zu verdanken.

Yahia schoss die Algerier, bei denen auch die Bundesliga-Profis Karim Matmour (Borussia Mönchengladbach), Karim Ziani (VfL Wolfsburg) und Chadli Amri (FSV Mainz 05) im Aufgebot stehen, mit seinem Tor im Entscheidungsspiel gegen Ägypten zur WM.

Dedic gelang das gleiche Kunststück in den Playoffs gegen Russland.

Algerien ist Löws "Geheimfavorit"

Für beide Teams ist das Kräftemessen der Bundesliga-Profis ein Alles-oder-nichts-Spiel.

Nur der Sieger kann sich in der Gruppe C mit England und den USA wohl eine Chance auf den Achtelfinal-Einzug ausrechnen.

Immerhin sind die Algerier, die 1982 zum WM-Auftakt durch ein 2:1 gegen Deutschland für eine Sensation gesorgt hatten, für Bundestrainer Joachim Löw "Geheimfavorit" auf das Erreichen der K.o.-Runde.

Und die Zmajceki - die kleinen Drachen aus Slowenien - spucken große Töne.

Gutes Spiel für neue Klubs

Yahia und Dedic wollen sich auf der WM-Bühne auch für andere Klubs präsentieren. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Yahia macht seit Monaten keinen Hehl daraus, dass er Bochum trotz eines gültigen Vertrages bis 2012 verlassen will.

Auch Dedic wird sich nach dem Abstieg wohl einen anderen Verein suchen.

Nach der Partie am Sonntag werden beide mit großer Sicherheit getrennte Wege gehen.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Algerien: 1 Gaouaoui - 2 Bougherra, 4 Yahia, 5 Halliche, 3 Belhadj - 20 Mesbah, 15 Ziani, 19 Yebda - 9 Ghezzal, 13 Matmour, 11 DjebbourTrainer: Saadane

Slowenien: 1 Handanovic - 2 Brecko, 4 Suler, 5 Cesar, 13 Jokic - 10 Birsa, 8 Koren, 18 Radosavljevic, 17 Kirm - 11 Novakovic, 9 Ljubijankic (14 Dedic)Trainer: Kek

Schiedsrichter: Carlos Batres (Guatemala)

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