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Kollegen in der Nationalelf und in München: Arjen Robben (l.) und Mark van Bommel © getty

Bei den Oranjes ist der Einsatz von Arjen Robben weiter offen. Japans Trainer träumt vom Halbfinale.

Durban - Bert van Marwijk hat die Qual der Wahl. Doch auf den Luxus, personell aus dem Vollen schöpfen zu können, verzichtet der Nationaltrainer der Niederlande wohl im Duell gegen Japan (Sa., 13 Uhr im LIVE-TICKER).

"Warten Sie es einfach ab, Sie werden es am Samstag wissen", erklärte der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund auf der Pressekonferenz vor dem Spiel, in dem einem der beiden Auftaktsieger schon der Einzug ins Achtelfinale gelingen könnte.

Will heißen: Keine Experimente, van Marwijk wird im zweiten Spiel der Gruppe E auf die Anfangsformation des Spiels gegen Dänemark (2:0) setzen. Zur Verfügung steht aber alles, was Rang und Namen hat.

Robben-Einsatz bleibt offen

Bis auf Arjen Robben. Es sei denn, der Dribbel-Künstler von Bayern München macht nach seinem Muskelfaserriss weiter gute Fortschritte.

"Es war das erste Training mit der Mannschaft. Wir müssen nun abwarten. Normalerweise ist es noch kein Thema, aber wir werden sehen", meinte van Marwijk. Im Training am Freitag absolvierte Robben mit den Mannschaftskollegen bereits wieder einige Übungen.

Dafür mussten die Niederländer und später auch der Gegner in ein Township auf das Princess-Magogo-Stadion ausweichen. Der Rasen in der Spielstätte Moses-Mabhida-Stadion sollte wegen der starken Regenfälle am Donnerstag geschont werden.

van der Vaart beklagt sich

Ein Risiko will van Marwijk mit Robben eigentlich nicht eingehen, er soll frühestens im letzten Vorrunden-Spiel gegen Kamerun zum Einsatz kommen.

Das bedeutet auch: Im Mittelfeld wird wohl erneut der ehemalige Hamburger Rafael van der Vaart starten. "VdV" hatte sich unter der Woche öffentlich beklagt, dass er sich nie einen schlechten Tag erlauben könne. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Gegen Dänemark ersetzte ihn van Marwijk nach 67 Minuten durch Eljero Elia. Der HSV-Angreifer war maßgeblich am 2:0 beteiligt.

Gelingt Japan die Revanche?

Den Niederländern wäre es wohl nicht unrecht, liefe das Spiel am Samstag wie das erste und bislang auch einzige gegen Japan im vergangenen Jahr.

Da wurden die Niederländer allerdings erst eine Stunde lang ausgespielt, um den Asiaten dann noch drei Tore einzuschenken.

"Die ersten 60 Minuten hat Japan dominiert, aber wir haben gewonnen. Unser Coach hat gesagt, dass es der einzige Gegner war, der uns zuletzt Probleme bereiten konnte. Also werden wir es dabei belassen", sagte Spielmacher und Champions-League-Sieger Wesley Sneijder.

Van Marwijks Kollege Takeshi Okada blickte mit etwas Sorge auf die Möglichkeiten der Niederländer. "Sie haben zu viele gute Spieler. Ich bin auch besorgt über die Spieler, die auf der Bank sitzen", sagte der Nationalcoach der Blauen Samurai.

Okada träumt vom Halbfinale

Mit dem 1:0 gegen Kamerun hatte Japan erstmals ein Spiel auf fremden Boden bei einer WM-Endrunde gewinnen können.

Dennoch will Hobby-Dichter Okada, der wegen seines WM-Ziels "Halbfinale" in Japan verulkt worden war, gegen den zweimaligen Vize-Weltmeister auf Sieg spielen.

"Meine Spieler sind hochmotiviert und heiß auf den Anpfiff. Ich bin zur Hälfte Idealist und zur Hälfte Realist. Wir wollen auf Sieg spielen", sagte der 53-Jährige.

Nach der WM-Endrunde will er seinen Posten übrigens abgeben und Bauer werden.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Niederlande: 1 Stekelenburg - 2 Van der Wiel, 3 Heitinga, 4 Mathijsen, 5 Van Bronckhorst - 6 Van Bommel, 8 De Jong - 7 Kuyt, 23 Van der Vaart, 10 Sneijder - 9 Van Persie.

Japan: 21 Kawashima - 5 Nagatomo, 22 Nakazawa, 4 Tulio, 3 Komano - 2 Abe - 8 Matsui, 18 Honda, 17 Hasebe, 7 Endo - 16 Okubo.

Schiedsrichter: Hector Baldassi (Argentinien)

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