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Der niederländische Torschütze Robin van Persie (l.) im Zweikampf mit Kameruns Mbia © getty

Die Niederlande besiegen Kamerun und ziehen mit "weißer Weste" ins Achtelfinale ein. Bei den letzten Turniere war dies aber ein schlechtes Omen.

Kapstadt - Oranje mit "Weißer Weste", und der Star ist wieder im Einsatz:

Unter kurzer, aber tatkräftiger Mithilfe von Arjen Robben sind die Niederlande zum dritten Mal in Folge mit drei Siegen aus drei Spielen in die K.o.-Runde eines großen Turniers eingezogen.

Oranje erreichte in seiner fast bedeutungslosen letzten Vorrundenpartie bei der WM in Südafrika gegen die schon vorzeitig gescheiterte Mannschaft von Kamerun ein 2:1 (1:0) und belegte Platz eins in der Gruppe E.

Damit treffen die Niederländer, bei denen Robben nach einer 19-tägigen Verletzungspause 17 Minuten vor dem Abpfiff eingewechselt wurde und gleich den Treffer zum 2:1 einleitete, am Montag in Durban auf die Slowakei.

"Mit der Slowakei haben wir nicht gerechnet, aber die sind mir lieber als Italien", sagte Torschütze Robin van Persie.

Erneut niederländischer Ergebnisfußball

Der WM-Debütant hatte Titelverteidiger Italien aus dem Turnier geworfen. Die Treffer von Robin van Persie (36.) und Klaas Jan Huntelaar (83.) sicherten der Mannschaft von Bondscoach Bert van Marwijk, die erneut Ergebnisfußball statt spektakulären "voetbal total" spielte, Gruppenplatz eins.

"Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, auch wenn wir nicht gewinnen mussten, um in unserem Rhytmus zu bleiben", sagte Robben nach Abpfiff. Mit seiner eigenen Leistung war der Bayern-Star zufrieden: "Ich bin noch nicht bei hundert Prozent, aber auf einem guten Weg."

Der Einzug der Niederländer ins Achtelfinale hatte nach den eher glanzlosen Siegen gegen Japan (1:0) und Dänemark (2:0) vorzeitig festgestanden.

Das Gegentor per Handelfmeter erzielte Samuel Eto'o (65.). (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Ein schlechtes Omen für die Elftal?

Eine makellose Gruppenphase ist allerdings auch ein schlechtes Omen für Oranje. Bei der WM 2006 in Deutschland und der EM 2008 in Österreich und der Schweiz gingen die Niederlande ebenfalls mit neun Punkten in die K.o.-Runde - nur um dort dann im ersten Spiel gleich auszuscheiden.

Trainer van Marwijk hatte einige Überlegungen für das Spiel gegen Kamerun offensichtlich schon im Hinblick auf das Achtelfinale getroffen. Robben stand nicht in die Anfangsformation, sollte aber eingewechselt werden.

Robben brauche Spielpraxis, erklärte der Bondscoach.

Robben trifft den Pfosten

Der Angreifer, der sich am 5. Juni im Länderspiel gegen Ungarn (6:1) verletzt hatte und eine Art Wunderheilung hinter sich hat, betrat schließlich in der 73. Minute das Spielfeld.

Seinen Pfostentreffer in der 83. Minute verwandelte der ebenfalls eingewechselte Huntelaar im Nachschuss zum Siegtreffer.

Zunächst hatte van Marwijk nur auf einer Position umgestellt - dies aber wohl ebenfalls im Vorgriff auf die K.o.-Runde: Für den mit Gelb vorbelasteten Gregory van der Wiel spielte Khalid Boulahrouz vom Bundesligisten VfB Stuttgart rechter Außenverteidiger.

Van Persie trifft zur Führung

Dagegen spielten die ebenfalls mit Gelb vorbelasteten Nigel de Jong sowie van Persie. Im Falle von van Persie zahlte sich diese Entscheidung auch aus: Nach Vorarbeit von Rafael Van der Vaart und Dirk Kuyt erzielte der Angreifer den beruhigenden Führungstreffer.

In der 59. Minute ging er ohne weitere Gelbe Karte vom Platz - im Achtelfinale ist er damit spielberechtigt. (Die WM-Kader im Überblick)

Obwohl bereits ausgeschieden, trug Kamerun im Stadion "Green Point" in Kapstadt zu einem schwungvollen Spiel bei. Vor dem 1:0 durch van Persie hätten sogar die Kameruner in Führung gehen können.

Van der Vaart verschuldet Elfmeter

Nach einer Flanke von Geremi rettete Stekelenburg in höchster Not per Faust vor Jean Il Makoun (31.).

Gleiches geschah in der 62. Minute in einer Phase, als die Kameruner die bessere Mannschaft waren.

Beim Elfmeter, den van der Vaart durch ein Handspiel im Strafraum verschuldet hatte, war Stekelenburg ohne Chance. (Der WM-Spielplan).

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