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Abwehr-Ass John Heitinga erzielte in 53 Länderspielen 6 Tore für die Niederlande © getty

Im SPORT1-Interview spricht Verteidiger John Heitinga über die Kritik nach dem Japan-Spiel und die Rückkehr von Arjen Robben.

Aus Südafrika berichtet Thorsten Mesch

Durban - Die Niederlande sind nach dem 2:0 gegen Dänemark und dem 1:0 gegen Japan für das Achtelfinale qualifiziert.

Doch "Oranje" wird sich nicht schonen. Die Niederländer wollen auch das letzte Vorrundenspiel gegen Kamerun (Do., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) gewinnen und Gruppensieger werden, wie Verteidiger John Heitinga betont.

Bei SPORT1 spricht der 26-Jährige vom FC Everton, der schon mehrfach in der Bundesliga im Gespräch war, über die Kritik nach dem Sieg gegen Japan, die Titelambitionen der "Elftal", die Probleme anderer Favoriten und die Rückkehr von Arjen Robben.

SPORT1: Das 1:0 gegen Japan war ein reiner Arbeitssieg. Warum haben Sie es sich so schwer getan?

John Heitinga: Ich fand, es war eine gute Partie von uns. Es war aber hart, das Spiel zu machen. Die Japaner standen fast nur hinten drin.

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SPORT1: Was entgegnen Sie den Kritikern, die den schönen Fußball vermissen?

Heitinga: Wir haben drei Tore erzielt und keins kassiert. Wir haben sechs Punkte und das zählt. Wir sind nicht hier, um schön zu spielen, sondern um den Titel zu gewinnen.

SPORT1:Sie hatten gegen Japan in der ersten Halbzeit 77 Prozent Ballbesitz, aber kaum Torchancen. Was war das Problem in der Offensive?

Heitinga: Ich weiß nicht, was das Problem war. Wir haben uns wie gegen Dänemark viele Chancen erarbeitet. Wir haben aber getroffen und mit etwas Glück hätten wir noch ein Tor gemacht.

SPORT1: Sie haben es angesprochen: Sie haben sechs Punkte aus zwei Spielen geholt, andere Mitfavoriten wie Italien, England und Spanien sind schlecht gestartet und mussten, bzw. müssen um das Weiterkommen zittern. Was sagen Sie zu den Problemen der Konkurrenten? (Der WM-Tabellenrechner)

Heitinga:Man hat bei den bisherigen Spielen gesehen, dass es oft sehr schwer ist, die so genannten kleinen Teams zu schlagen. Wenn man die Gruppen betrachtet, kann man auch bisher kaum sagen, wer die beste Mannschaft ist.

SPORT1: Sie glauben also, dass der Unterschied zwischen den großen und den kleinen Teams immer geringer wird?

Heitinga: Ja. Das hat man auch schon in der Qualifikation gesehen.

SPORT1: Kamerun ist bereits ausgeschieden. Warum haben die afrikanischen Mannschaften sich bei dieser WM so schwergetan?

Heitinga: Das weiß ich nicht. Wir konzentrieren uns nur auf unsere Leistung.

SPORT1: Wie wichtig ist der Gruppensieg für Sie?

Heitinga: Das ist unser Ziel. Wir wollen Erster werden und versuchen, schönen Fußball zu zeigen.

SPORT1: Wie wichtig ist dafür Arjen Robben? Wann kommt er zurück?

Heitinga: Ich hoffe, dass er schnell wieder dabei sein wird. Wenn nicht gegen Kamerun, dann auf jeden Fall im Achtelfinale.

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