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Joan Capdevila begann seine Profikarriere bei Espanyol Barcelona © getty

Im Interview spricht Joan Capdevila über den spanischen Kader und erklärt, warum das Spiel gegen die Schweiz das wichtigste ist.

Von Thorsten Mesch

Durban - Mit kleinen Verletzungsproblemen, aber bestens vorbereitet und voller Selbstsicherheit startet Spanien am Nachmittag gegen die Schweiz (ab 15.30 Uhr im LIVE-Ticker) ins WM-Turnier.

Lediglich der Rasen könnte dem Mitfavoriten zum Nachteil werden.

"Das Gras hier ist länger als bei uns. Das macht das Spiel langsamer?, erklärte Trainer Vicente del Bosque am Tag vor der Partie.

Del Bosque wird sich wohl erst kurz vor dem Spiel entscheiden, ob er den an muskulären Problemen leidenden Andres Iniesta von Beginn an auflaufen lässt, oder zunächst auf die Bank setzt.

"Wenn Iniesta nicht spielen kann, haben wir immer noch viele Optionen", meinte Del Bosque gelassen.

"Mata wird dann seinen Platz einnehmen, und mit Pedro, Navas und auch Fernando Torres haben wir noch ziemlich viele Möglichkeiten."

Torres zunächst auf der Bank

Torres wird mit Sicherheit zunächst auf der Bank Platz nehmen. Der Stürmer vom FC Liverpool könnte gegen die Eidgenossen jedoch als Joker ins Spiel kommen.

"Wir haben viele Alternativen, und das ist sehr gut, sagt auch Linksverteidiger Joan Capdevila vom FC Villarreal.

Der Europameister von 2008 spricht im Interview mit SPORT1 über den Kader der spanischen Mannschaft, zieht einen Vergleich zu 2008 und erklärt, warum das Spiel gegen die Schweiz das wichtigste ist.

SPORT1: Die Saison war sehr lang, während der Vorbereitung in Österreich war es oft kühl und regnerisch, und Spanien ist erst als letzte Mannschaft in Südafrika angereist. Wie fühlen Sie sich so kurz vor dem Start?

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Joan Capdevila :Das stimmt, die Saison war anstrengend. Aber wir haben uns gut erholt, haben Schritt für Schritt gemacht und gehen bestens vorbereitet ins Turnier.

SPORT1: Kann man die Mannschaft von heute mit der von 2008 vergleichen, die den Europameistertitel gewonnen hat?

Joan Capdevila: Durchaus, die heute Mannschaft ähnelt dem Team von damals. (Die WM-Kader im Überblick)

SPORT1: Geht mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft für Sie ein beruflicher Traum in Erfüllung?

Joan Capdevila:Natürlich ist das ein Traum, sich mit den besten Mannschaften der Welt messen zu können. Nach Südafrika zu fliegen, war ein großes Ziel von mir. Und jetzt will ich alles daran setzen, dass wir die Schweiz in Südafrika würdig repräsentieren.

SPORT1: Wo sehen Sie Unterschiede?

Joan Capdevila:Die Spieler, die damals dabei waren, haben noch mehr Erfahrung. Einige sind nicht mit in Südafrika, dafür sind ein paar sehr gute jüngere Leute dazugekommen.

SPORT1: Ist das Team von heute auf dem gleichen Niveau wie das von 2008?

Joan Capdevila: Ich glaube, dass wir heute noch besser sind.

SPORT1: Wie beurteilen Sie die Stärke des Kaders?

Joan Capdevila: Wir haben viele Alternativen, und das ist sehr gut. Mit Pedro, Navas, Mata oder Llorente sind einige Spieler dabei, die hier ihr erstes großes Turnier spielen. Alle wollen ihren Teil zum Erfolg beitragen, jeder hat seine Art zu spielen, und das müssen wir zu unserem Vorteil nutzen.

SPORT1: Für viele ist Spanien ein Top-Favorit. Sehen Sie das genauso? (Der WM-Spielplan)

Joan Capdevila: Nein. Wir fangen genauso mit null Punkten an wie alle anderen. Man muss für den Erfolg arbeiten, sonst gewinnt man nichts. Wir müssen zunächst sehen, dass wir in unserer Gruppe den Grundstein für ein erfolgreiches Turnier legen. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

SPORT1: Welcher Gruppengegner ist in ihren Augen der schwerste? Die Schweiz, Chile oder Honduras?

Joan Capdevila:Der härteste Gegner ist der erste. Es ist enorm wichtig, mit einem Sieg ins Turnier zu starten. Wir müssen die Schweiz schlagen.

SPORT1: Denken Sie schon an ein mögliches Achtelfinale gegen Portugal oder die Elfenbeinküste?

Joan Capdevila: Nein. Daran denken wir jetzt noch gar nicht. Wir konzentrieren uns auf die Gruppe und sehen dann, was kommt.

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