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Im September 2009 debütierte Eljero Elia (l.) für die Elftal © getty

Im SPORT1-Interview spricht Eljero Elia über die Bedeutung von Robbens Comeback, seine Rolle als Joker und das Brasilien-Spiel.

Aus Südafrika berichtet Thorsten Mesch

Durban/Port Elizabeth - Die Niederländer sind glücklich über die Rückkehr von Arjen Robben.

Der Bayern-Star brachte die "Elftal" im Achtelfinale gegen die Slowakei mit einem Traumtor auf die Siegerstraße.

Neben Robben spielen Dirk Kuyt und Robin van Persie im Angriff, sodass für Eljero Elia nur die Rolle des Jokers bleibt (DATENCENTER: WM-Viertelfinale).

Doch der Profi vom Hamburger SV ist darüber nicht allzu traurig. "Ich bin froh, dass ich Minuten sammeln kann und nicht die ganze Zeit auf der Bank sitze", sagt er im SPORT1-Interview.

"Ein ganz besonderes Spiel"

Im Viertelfinale gegen Brasilien (Fr., ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER) würde Elia, der laut "kicker" bei Juventus Turin im Gespräch ist, aber gern zum Einsatz kommen. 114788(DIASHOW: Internationale Wechselbörse)

"Für mich persönlich ist das Spiel ein ganz besonderes, denn ich mag die Art, wie sie spielen. Ich komme aus Surinam, das ist nicht weit von Brasilien entfernt", erzählt der 23-Jährige.

Im Interview spricht Elia über die Bedeutung von Robbens Comeback, seine eigene Rolle als Joker, das Brasilien-Spiel und die Leistung des deutschen Teams.

SPORT1: Was sagen Sie zum 1:0 von Arjen Robben gegen die Slowakei?

Eljero Elia: Er hat den Ball von Wesley Sneijder bekommen, ist nach innen gezogen und hat flach in die Ecke geschossen. Es war eine super Aktion von Arjen. Wesley und er haben unglaubliche Qualität. 256844(DIASHOW: SPORT1-Elf WM-Achtelfinale)

SPORT1: War es überraschend, dass Robben nach seiner Verletzung so stark zurückgekehrt ist?

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Elia: Nein, denn er hat mit uns trainiert und dabei schon gezeigt, dass er gut drauf ist.

SPORT1: Hat Robben Ihnen etwas gesagt, als Sie für ihn ins Spiel gekommen sind?

Elia: Ja. Er hat gesagt: "Komm, arbeite hart und mach Dein Spiel."

SPORT1: Robben selbst hat gesagt, er sei noch nicht zu 100 Prozent fit. Kann er im Spiel gegen Brasilien den Unterschied ausmachen?

Elia: Arjen hat oft gezeigt, dass er immer den Unterschied ausmachen und Spiele durch seine Aktionen entscheiden kann. Als Bayern in der Champions League im Halbfinale gegen Lyon gespielt hat, war sein Gegenspieler Michel Bastos. Das wird wohl auch gegen Brasilien so sein. Gegen Lyon hat Arjen stark gegen ihn gespielt und ein Tor erzielt. Ich hoffe, dass er das wiederholen kann.

SPORT1: Sind Sie mit Ihrer Rolle als Einwechselspieler zufrieden?

Elia: Ich bin froh, dass ich nicht die ganze Zeit nur auf der Bank sitze, sondern bei der WM Einsatzminuten sammeln kann. Es ist schön, wenn ich dem Team in den letzten Minuten durch ein paar gute Aktionen helfen kann.

SPORT1: Was sagen Sie zur andauernden Kritik an der unattraktiven Spielweise der niederländischen Mannschaft?256788(DIASHOW: Tops und Flops WM-Achtelfinale)

Elia: Wenn wir alle Spiele bei der WM so gewinnen wie bisher, ist es mir egal. Der Erfolg steht im Vordergrund. (Hauskrach vor dem Gigantenduell)

SPORT1: Die Niederlande sind 1994 und 1998 an Brasilien gescheitert. Hat das Spiel deshalb eine besondere Bedeutung?

Elia: Ich kenne die Geschichte. Aber für mich persönlich ist es etwas ganz Besonderes, denn ich mag die Art, wie die Brasilianer spielen. Ich komme aus Surinam, das ist nicht weit von Brasilien. Ich freue mich darauf und hoffe, dass ich gegen sie spielen kann.

SPORT1: Was denken Sie über die Leistung der deutschen Mannschaft bei der WM?

Elia: Sie haben gut gespielt, aber gegen England haben sie Glück gehabt. Sie haben viele junge Spieler und sehr viel Qualität in der Mannschaft. Klose und Podolski zum Beispiel: Beide hat man in der Bundesliga kaum gesehen, aber hier treffen sie wieder.

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