Zur Aufstockung seiner Währungsreserven soll Nordkorea rund 1000 Arbeiter auf die Baustellen für die Fußball-WM (11. Juni bis 11. Juli) nach Südafrika geschickt haben.

Das berichteten südkoreanische Medien. Die Zeitung "JoongAng Daily" zitiert einen Regierungsangehörigen, dass "die Regierung im Norden wahrscheinlich den gesamten Lohn der Arbeiter erhält, damit das Land über mehr Devisen verfügen kann". Den Berichten zufolge sollen die Asiaten derzeit in der Kaprepublik an bis zu fünf Stadien, darunter auch die SoccerCity-Arena in Johannesburg, arbeiten.

Nordkorea, das in Südafrika bei seiner ersten WM-Teilnahme seit 1966 in der Vorrundengruppe G auf Rekordweltmeister Brasilien, die Elfenbeinküste und Portugal trifft, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Sein Devisenmangel hat seit dem Vorjahr aufgrund verschärfter UN-Sanktionen wegen neuerlicher Atomtests dramatische Ausmaße angenommen.

Vor der Zusammenarbeit mit den Südafrikanern hat Pjöngjang bereits rund 30.000 Arbeiter auf Baustellen in China, Russland und im Mittleren Osten geschickt, um auf diese Weise seine Devisenreserven zu erhöhen.

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