Afrika-Experte Otto Pfister ist von einem friedlichen Verlauf der Fußball-WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) überzeugt.

"Da wird nichts passieren", sagte der 72 Jahre alte gebürtige Kölner, der bislang in elf Ländern des Schwarzen Kontinents als Trainer aktiv gewesen ist.

Pfister räumte ein, dass ihn der Anschlag auf den Mannschaftsbus der togoischen Nationalmannschaft im Januar kurz vor Beginn des Afrika-Cups schockiert habe.

"Aber man darf doch Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Wenn in Rumänien ein Terroranschlag passieren würde, würde ja auch keiner sagen: Leute, fahrt bloß nicht nach Deutschland. Da wird nichts passieren. Was hat Südafrika mit Angola zu tun? Nichts", sagte Pfister.

Die Südafrikaner seien "sehr stolz" und würden die WM ohne Probleme über die Bühne bringen. Dafür werde nicht zuletzt der Weltverband FIFA sorgen. Vor allem wegen Defiziten im organisatorischen Bereich zählt Pfister, der seit seinem Engagement als Nationaltrainer Kameruns (2007 bis 2009) arbeitslos ist, die afrikanischen Länder nicht zu den Favoriten.

"Wenn ich dann lese: Eines Tages wird eine afrikanische Mannschaft Fußball-Weltmeister, dann denke ich bei mir: Eines Tages vielleicht, aber nicht in den nächsten zehn Jahren. Sicher nicht", sagte Pfister.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel