In Südafrika drohen während der Fußball-WM schwere rassistische Unruhen. Nach der Ermordung des Neonazis Eugene Terreblanche haben Rechtsextremisten Mannschaften und Touristen aus Sicherheitsgründen bereits vor einer Reise zur ersten WM auf dem afrikanischen Kontinent gewarnt.

"Die Mannschaften und Fans aus aller Welt fahren in ein Land der Mörder. Wir können sie nur warnen, denn das sind die Vorfälle, die in Südafrika passieren. Natürlich auch während der WM", sagte Andre Visagie von der Afrikanischen Widerstandsbewegung AWB und kündigte einige "Aktionen" ab dem 1. Mai an.

Terreblanche war Anführer der AWB, die in Südafrika einen eigenen Staat für die weiße Minderheit fordert. Visagie bezeichnete den allerdings auf fehlenden Gehaltszahlungen basierenden Mord an Terreblanche als "Kriegserklärung der Schwarzen gegen die Weißen."

Er habe zahlreiche Anrufe von Rechtsradikalen erhalten, die während der WM auf `Rache aus und bereit zur Gewalt" seien. Fußball gilt in Südafrika als Sport der schwarzen Bevölkerung. Südafrikas Regierung zeigte sich unterdessen beunruhigt wegen der zu befürchtenden Rassenunruhen während der Weltmeisterschaft.

Vor allem Präsident Jacob Zuma versuchte zwischen den verfeindeten Gruppierungen zu vermitteln und kondolierte überraschend sogar Terreblanches Tochter Bea persönlich. Zudem warnte er alle Südafrikaner vor weiteren Provokationen, `die Rassenhass nähren."

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