Franck Ribery bleibt im Zuge des Sex-Skandals um mehrere Spieler der französischen Nationalmannschaft bleibt von einem formellen Ermittlungsverfahren wohl zunächst verschont - und damit auch vor einem unfreiwilligen Verzicht auf die WM.

"Vor der Weltmeisterschaft bewegen wir uns nicht mehr", wird ein Ermittler in der französischen Tageszeitung Liberation zitiert.

Laut Liberation wollen die Ermittler auch beim Bayern-Star nicht das Risiko eingehen, durch die vorherige Einleitung eines formellen Ermittlungsverfahrens seine Teilnahme an der WM zu gefährden.

"Das Trikot der französischen Nationalmannschaft ist heilig", betonte Sportstaatssekretärin Rama Yade am Donnerstag im Fernsehsender Canal plus. Sollte ein Ermittlungsverfahren gegen Ribery eingeleitet werden, dürfe er das Trikot nicht tragen.

Ribery hatte laut Pariser Staatsanwaltschaft zugegeben, Kontakt zu einer Prostituierten gehabt zu haben. Er versicherte demnach aber, nicht gewusst zu haben, dass sie seinerzeit minderjährig war ? was auch die Prostituierte bestätigte. Die Frage, ob Ribery über das Alter informiert war, ist entscheidend für die Einleitung eines Strafverfahrens.

Für Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten sieht das französische Recht Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren und Geldstrafen von bis zu 45.000 Euro vor.

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