Südafrikas Präsident Jacob Zuma hat Arbeiter und Taxifahrer zu einem Streikverzicht während der WM aufgerufen.

"Wir respektieren unsere Gäste. Das ist Teil unserer Kultur. Wenn die Gäste wieder weg sind, können wir uns um dieses Problem kümmern", sagte Zuma in einem Interview mit der Rundfunkanstalt "SABC".

Zuma sprach nicht das generelle Recht auf Streiks ab. Er forderte jedoch dazu auf, die Arbeit nicht während der WM niederzulegen, sollten sich die Parteien bis zum Beginn des Turniers nicht auf eine Lösung verständigt haben.

"Die erste WM in Afrika ist eine Chance für uns. Alle warten auf die Besucher während der WM. Wir sollten den Kontinent nicht enttäuschen", so Zuma.

Angestellte des südafrikanischen Unternehmens Transnet, das Eisenbahnen und Häfen betreibt, hatten am Donnerstag wegen höherer Lohnforderungen den vierten Tag in Folge die Arbeit niedergelegt.

Die Betreiber von Minibus-Taxen fordern noch vor der Weltmeisterschaft ein neues Bussystem.

Die anhaltenden Streiks und die oftmals gewalttätigen Proteste in den Townships, ausgelöst durch die ärmlichen Verhältnisse, haben im Gastgeberland die Angst vor einem Imageverlust geschürt.

Zur WM (11. Juni bis 11. Juli) werden 350.000 Besucher, darunter 100.000 vom afrikanischen Kontinent, in Südafrika erwartet.

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