Knapp zwei Wochen vor dem möglichen direkten Aufeinandertreffen bei der WM in Südafrika hat der deutsche Nationalspieler Jerome Boateng den Kontakt zu seinem Halbbruder Kevin-Prince offensichtlich abgebrochen.

"Kevin sagte: Jeder hat seine eigene Familie - du deine, ich meine. Das ging mir zu weit. Deshalb ist es mir jetzt auch egal, was er macht. Es interessiert mich nicht mehr. Ich will keinen Kontakt zu ihm", sagte Jerome Boateng der "Hamburger Morgenpost".

Der Profi des Hamburger SV, der ab der kommenden Saison für Manchester City spielt, könnte im letzten Gruppenspiel der DFB-Auswahl am 23. Juni in Johannesburg gegen Ghana auf seinen Halbbruder treffen.

Hintergrund für das gestörte Verhältnis der Halbbrüder, die früher bei Hertha BSC Berlin zusammengespielt haben, ist das Foul von Kevin-Prince Boateng gegen Michael Ballack im englischen FA-Cup-Finale zwischen dem FC Portsmouth und dem FC Chelsea, das für den deutschen Kapitän das WM-Aus bedeutet hatte.

Jerome hatte Kevin-Prince anschließend für die Attacke offen kritisiert und zu dem nicht mit einem Platzverweis geahndeten Foul gesagt: "Das war eine klare Rote Karte."

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