Simbabwes Diktator Robert Mugabe und mindestens 19 weitere afrikanische Staatsoberhäupter werden am Freitag beim Eröffnungsspiel der WM zwischen Gastgeber Südafrika und Mexiko in Johannesburg erwartet. Das bestätigte die südafrikanische Regierung am Donnerstag.

"Südafrika hat jedes afrikanische Staatsoberhaupt zum Eröffnungsspiel eingeladen, um den Dank für ihre Unterstützung auszudrücken und die afrikanische Natur der Veranstaltung zu unterstreichen", sagte Ayande Ntsaluba, Generaldirektor des Amtes für internationale Kontakte und Kooperation.

Er bestätigte, dass 20 Staatschefs zugesagt hätten. Nicht eingeladen wurden die politischen Oberhäupter von Madagaskar, Guinea und Niger, da sie durch einen Putsch an die Macht gelangt waren.

Wie das sudanesische Außenministerium bestätigte, lehnte Staatschef Umar Hasan Ahmad al-Baschir die Einladung ab.

In Südafrika droht al-Baschir, der 2009 vom Internationalen Gerichtshof wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Krisenregion Dafur angeklagt wurde, eine Verhaftung.

Simbabwes Präsident Mugabe wird dagegen im Soccer-City-Stadion von Johannesburg erwartet. Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, Intimfeind Mugabes, habe laut Ntsaluba auf die Einladung noch nicht reagiert.

Der 86 Jahre alte Mugabe ist seit 1987 Staatsoberhaupt in Simbabwe und hat die einstige "Kornkammer Afrikas" zu einem der ärmsten Länder der Welt heruntergewirtschaftet.

Auf Grund massiver Menschenrechtsverletzungen des Diktators wurde Simbabwe aus dem Commonwealth ausgeschlossen. Mugabe wird die Einreise in die Europäische Union und die USA nur zu Besuchen von Veranstaltungen der Vereinten Nationen gestattet.

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