Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu hat seine südafrikanischen Landsleute vor dem Beginn der WM zu einem friedlichen und fröhlichen Fest aufgerufen und zugleich die Hoffnungen der Nation auf ein erfolgreiches Abschneiden der eigenen Mannschaft geschürt.

"Unser Land hat mit der Organisation dieser WM etwas Großartiges erreicht, und darauf kann jeder Einzelne stolz sein. Zeigen wir der Welt, zu was wir imstande sind", sagte der 78-Jährige dem Fernsehsender "SABC".

Die Kritik, dass nur ein Teil des Landes von der ersten WM auf dem afrikanischen Kontinent profitieren würde, wies Bischof Tutu zurück. "Bei diesem Ereignis geht es nicht allein um den materiellen Profit. Viel wichtiger sind das gewachsene Selbstbewusstsein und die Inspiration durch so ein Event. Wir alle können der Welt zeigen, dass ein friedliches Miteinander ehemaliger Feinde möglich ist", äußerte der Menschenrechtler.

Dem Nationalteam Bafana Bafana, das am Freitagnachmittag zum Eröffnungsspiel in Johannesburg gegen Mexiko antrat, traut Tutu bei der Heim-WM eine Überraschung zu: "Wir haben die Apartheid besiegt - wir können alles und jeden bezwingen", so der Vorsitzende der südafrikanischen Versöhnungskommission.

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