Frankreichs Nationalspieler haben am Rande der WM in Südafrika für einen politischen Eklat gesorgt.

Vor dem Besuch eines Townships nahe dem Mannschaftsquartier in Knysna am Sonntagnachmittag sprach sich das Team gegen ein Treffen mit der französischen Staatssekretärin für Sport, Rama Yade, aus, die zu diesem Anlass eigens angereist war.

Der Grund für die Abfuhr ist die Kritik der Politikerin an der Auswahl des Quartiers der "Equipe Tricolore". Die 33 Jahre alte im Senegal geborene Yade hatte das Luxus-Resort vergangene Woche als zu protzig bezeichnet.

"Ob sie da ist oder nicht, macht für uns keinen Unterschied. Wir werden Rama Yade nicht treffen. Uns geht es um die Menschen in dem Township, die Kinder, zu sehen, wie sie leben, und etwas über ihre Kultur zu erfahren", sagte Nationalspieler Eric Abidal.

Vor einigen Tagen hatte die dänische Nationalmannschaft gemeinsam mit Repräsentanten ihres Landes dasselbe Township besucht.

"Die Dänen mögen mit ihren Politikern zurechtkommen - bei uns ist das nicht der Fall", sagte Abidal.

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