Rüpel Kevin Boateng war in seinem ersten Pflichtspiel für Ghana bei der WM in Südafrika gegen Serbien (1:0) ganz zahm.

Der 23 Jahre alte Profi vom FC Portsmouth zeigte eine unauffällige Leistung im zentralen Mittelfeld und fiel auch nicht wie zuletzt durch überhartes Einsteigen auf.

Vielmehr ordnete sich der ehemalige Bundesligaprofi von Hertha BSC Berlin und Borussia Dortmund im Team der "Black Stars" unter und war auch nach Schlusspfiff nicht bei den Feierlichkeiten auf dem Platz zu sehen.

Boateng, der auf dem Rücken seines Trikots nur "Prince" stehen hat, ging im zentralen Mittelfeld zwar lange Wege, machte aber zu wenig aus seinem Platz. Nur selten schaltete er sich ins Offensivspiel ein.

In der 22. Minute setzte er mit einer präzisen Flanke Asamoah Gyan ein, doch der Angreifer bekam bei seinem Kopfball zu wenig Druck hinter den Ball.

Im zweiten Durchgang ging Boateng ein wenig die Luft aus, gute Aktionen waren kaum zu sehen.

Ghanas Nationaltrainer Milovan Rajevac hatte den gebürtigen Berliner bereits vor dem Sieg gegen die Serben als "gute Verstärkung" für seine Mannschaft bezeichnet.

"Kevin ist gut integriert. Er ist ein Spieler, der auf verschiedenen Positionen zum Einsatz kommen kann", sagte der Fußballlehrer über Boateng, der das WM-Aus von DFB-Kapitän Michael Ballack durch ein übles Foulspiel im FA-Cup-Finale gegen den FC Chelsea besiegelt hatte.

Kevin Boateng ist der Halbbruder des deutschen Nationalspielers Jerome Boateng vom Hamburger SV.

Die beiden haben den Kontakt aber mittlerweile abgebrochen. Am 23. Juni treffen Deutschland und Ghana im abschließenden Vorrundenspiel im Soccer-City-Stadion von Johannesburg aufeinander.

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