Englands Teammanager Fabio Capello hat offenbar einen Grund für die beißende Kritik von Franz Beckenbauer an der Spielweise der englischen Nationalmannschaft zum Auftakt der WM in Südafrika gefunden.

"Deutschland hat Angst vor uns", soll der Italiener gesagt haben, der mit den "Three Lions" im Achtelfinale am 26. Juni in Rustenburg auf die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) treffen könnte. Dafür müsste Deutschland die Gruppe D gewinnen, England in der Gruppe C Zweiter werden.

Während der Vizeeuropameister beim 4:0 im ersten Spiel gegen Australien auf ganzer Linie zu überzeugen wusste, zitterte sich der Weltmeister von 1966 am vergangenen Samstag zu einem uninspirierten 1:1 gegen die USA.

"Was ich in dieser Begegnung gesehen habe, hatte nicht viel mit Fußball zu tun. Es war ein Rückfall in die alte, schlechte Zeit des Kick and Rush", schrieb der "Kaiser" in einer Kolumne in der südafrikanischen Zeitung "Times".

Allerdings scheint der Respekt der englischen Nationalspieler vor der DFB-Auswahl größer zu sein, als es Capello lieb sein könnte. Vor allem der sensationelle Auftritt von Werder Bremens Mittelfeldspieler Mesut Özil hat bei den "Three Lions" Eindruck hinterlassen.

"Özil war überragend. Schon nach seinen ersten Ballberührungen war zu erkennen, dass er einen traumhaften linken Fuß hat. Özil hält hinter den Spitzen das ganze Team zusammen", sagte Verteidiger Jamie Carragher vom FC Liverpool.

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