Etwa 3000 Südafrikaner haben am Mittwoch in Durban gegen die WM in ihrem Heimatland demonstriert. Den Demonstranten sind vor allem die Ausgabenpolitik der FIFA und der südafrikanischen Regierung ein Dorn im Auge.

"Verschwinde, FIFA-Mafia", riefen die Demonstranten in einem Park in Durban. Unter den Protestanten waren auch zahlreiche Ordner, die nach dem 4:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft am vergangenen Sonntag gegen Australien mit der Polizei aneindandergeraten waren.

Die Angestellten einer privaten Sicherheitsfirma hatten gegen Lohnkürzungen protestiert, die Polizei war mit Tränengas und Gummigeschossen gegen sie vorgegangen. Inzwischen wurden die Ordner ausbezahlt.

"Wenn wir Geld für Stadien haben, sollte es keine Obdachlosen und Wellblechhütten geben", sagte Allan Murphy, Organisator des Protestmarsches. Die südafrikanische Regierung hatte umgerechnet 3,5 Millionen Euro investiert, um den Ansprüchen der FIFA an die Organisation bei der ersten WM auf dem Schwarzen Kontinent gerecht zu werden.

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