Der italienische Reformminister Umberto Bossi hat im Land des viermaligen Weltmeisters für einen Eklat gesorgt.

Der Chef der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord hatte vor dem entscheidenden Vorrundenspiel am Donnerstag in Johannesburg gegen die Slowakei erklärt: "Ich bin sicher, sie werden das Match gegen die Slowakei kaufen. Im nächsten Jahr werden einige slowakische Fußballer in unseren Vereinen spielen."

Die Worte Bossis, dessen norditalienische Föderalismus-Partei in den vergangenen Jahren auf die Abspaltung Oberitaliens vom Rest des Landes gedrängt hatte, lösten einen Sturm der Entrüstung aus.

"Bossi hat diesmal übertrieben, seine Worte sind beleidigend", hieß es vonseiten des Fußballverbandes.

Der zu Bossis Partei gehörende Minister Roberto Calderoli hatte vor Beginn der WM mit seinem Appell an den Verband für Aufregung gesorgt, weil er eine Kürzung der Gehälter der Stars der italienischen Nationalmannschaft gefordert hatte. Die Spieler der Azzurri forderte er auf, freiwillig auf die Prämien für die WM in Südafrika zu verzichten.

Angesichts der Sparmaßnahmen, die im Land zur Eindämmung der hohen Staatsverschuldung notwendig seien, sollte die "Squadra Azzurra" ein gutes Beispiel geben, hatte der Minister seinen Vorstoß begründet.

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