Nach dem verweigerten Handschlag mit Südafrikas scheidendem Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira muss der französische Nationalcoach Raymond Domenech zum Ende seiner Amtszeit keine Bestrafung vonseiten des Fußball-Weltverbandes FIFA fürchten.

"Wir werden in dieser Sache keine Untersuchung starten", sagte Verbands-Sprecher Pekka Odriozola am Mittwoch.

Domenech, der nach der WM von Laurent Blanc ersetzt wird, hatte den obligatorischen Handschlag mit seinem Kollegen nach dem 1:2 gegen Südafrika am Dienstag in Bloemfontein abgelehnt. Den Grund dafür wollte Domenech nach dem Vorrunden-Aus der "Equipe Tricolore" nicht nennen.

Stattdessen klärte Parreira auf. Domenech habe ihm nicht die Hand geben wollen, weil er wegen des Handspiels von Thierry Henry im entscheidenden Qualifikationsspiels gegen Irland gesagt habe, Frankreich gehöre nicht zur WM.

"Ich habe angeblich seine Mannschaft angegriffen. Das ist ein Jahr her, ich kann mich gar nicht mehr erinnern", sagte Parreira: "Es zeigt aber, dass meine Meinung über sie richtig ist." Nicht Domenech selbst habe ihm dies erklärt, sagte der Brasilianer, sondern dessen Assistent.

Henry hatte durch ein Handspiel das entscheidende 1:1 der Franzosen in der Verlängerung des Playoff-Rückspiels gegen die Iren vorbereitet. Selbst Henry hatte nach zahlreichen Protesten aus aller Welt eine Neuansetzung als "fairste Lösung" bezeichnet und erklärt, er habe sogar über Rücktritt nachgedacht.

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