Frankreichs Verbandspräsident Jean-Pierre Escalettes gerät nach den Chaos-Tagen von Südafrika zunehmend unter Druck. Ein Rücktritt des 75-Jährigen sei "unvermeidlich", sagte Sportministerin Roselyne Bachelot am Donnerstag: "Auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte." Verantwortlich für die "Katastrophe" bei der WM seien aber weiterhin die Spieler.

Escallettes, der als größter Fürsprecher des gescheiterten Nationaltrainers Raymond Domenech gilt und seinen Schützling sogar weiter im Verband beschäftigen will, hatte einen Rücktritt zuletzt abgelehnt. Das entspreche nicht seiner Art, sagte der Verbandsboss, dessen Vertrag noch zwei Jahre läuft.

Neuer Trainer des Weltmeisters von 1998 wird Ex-Nationalspieler Laurent Blanc. Bei der Aufarbeitung der Geschehnisse drückt der Verband derweil aufs Gaspedal: Die ursprünglich für den 20. Juli geplante Versammlung des FFF wird nach Informationen der Tageszeitung "Le Parisien" auf den 2. Juli vorgezogen.

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