Nach Häme und Spott erhalten die in der Kritik stehenden WM-Schiedsrichter Unterstützung der besonderen Art: Die in der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) organisierten Sportärzte lobten das strenge Vorgehen der Referees bei der Ahndung der Fouls in Südafrika.

"Die Häufigkeit und Schwere von Verletzungen und Überlastungsschäden sind im Profifußball sehr gut dokumentiert. Besonders Fouls von hinten müssen geahndet werden, weil der gefoulte Spieler keine Möglichkeit hat, sich darauf einzustellen oder sich dem Angriff zu entziehen", sagte DGSP-Vizepräsident und FIFA-Arzt Ingo Tusk: "Die Hälfte aller Verletzungen wird durch Foulspiele verursacht."

Nach Angaben der DGSP müsste in einer Profimannschaft mit etwa vier bis acht schwerwiegenden Verletzungen pro Saison gerechnet werden. Das heißt, dass 20 bis 25 Prozent der Spieler pro Spielzeit einen Monat aufgrund von Blessuren nicht am Spielgeschehen teilnehmen können. "Bei Turnieren oder in Wettkämpfen ist die Verletzungshäufigkeit deutlich höher als im Training", meinte Tusk.

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