1966 war der Ball nicht drin, aber es war ein Tor, 2010 war der Ball drin, und es war kein Tor: Bloemfontein hat das legendäre Wembley-Tor aus dem WM-Finale vor 44 Jahren (4:2 n.V. für England) am Sonntag praktisch spiegelverkehrt erlebt.

Frank Lampard zog in der 38. Minute des WM-Achtelfinals aus etwa 18 Metern ab - der Ball flog über Manuel Neuer hinweg, knallte an die Unterkante der Querlatte und von dort eindeutig hinter die Linie.

Doch der uruguayische Schiedsrichter Jorge Larrionda ließ weiterspielen, sein Assistent Mauricio Espinosa an der Linie hatte kein Tor angezeigt.

"Das ist ein unverzeihlicher Fehler. Das muss der Assistent sehen. Das war kein Wembley-Tor, der Ball war ganz klar hinter der Linie", sagte Hellmut Krug in der ARD.

DFB-Präsident Theo Zwanziger ergänzte: "Ich kann die Enttäuschung der Engländer ein Stück weit verstehen. Selbst ich habe von der Tribüne aus geglaubt, dass der Ball drin war."

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