Der Weltverband FIFA reagiert auf die Schiedsrichter-Fehlentscheidungen bei der WM in Südafrika und überdenkt seine Haltung zum Thema Videobeweis. "Nach den bisherigen Erfahrungen bei dieser WM wäre es Nonsens, das nicht noch einmal zur Sprache zu bringen", sagte Präsident Joseph S. Blatter.

Der Schweizer bat außerdem bei England und Mexiko um Entschuldigung für die Fehler der Referees in den Achtelfinals.

"Ich bedauere es, wenn ich die offensichtlichen Fehler der Schiedsrichter sehe. Es ist kein Fünf-Sterne-Turnier für die Unparteiischen. Ich bin betrübt", sagte Blatter.

Er habe deswegen die englische und auch die mexikanische Delegation um Verzeihung gebeten. England war beim Stand von 1:2 gegen Deutschland (Ende 1:4) ein reguläres Tor von Frank Lampard nicht anerkannt worden. Die Mexikaner dagegen gerieten durch ein klares Abseitstor von Carlos Tevez gegen Argentinien in Rückstand (Ende 1:3).

Das Thema Torlinien-Technologie wird vom Internationalen Football Association Board (IFAB) nun neu aufgerollt und erneut diskutiert. Blatter kündigte an, dass das IFAB im Juli zu einer Sitzung in Cardiff zusammenkommen wird.

Der FIFA-Boss versprach zudem noch größere Anstrengungen, um die Schiedsrichter besser auszubilden und auf die Anforderungen bei den großen Turnieren vorzubereiten.

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