In der Kabinen-Affäre um einen englischen WM-Touristen muss sich der britische Boulevard-Journalist Simon Wright am Wochenende in Kapstadt vor Gericht verantworten. Dem Reporter wird weiterhin vorgeworfen, den unerlaubten Besuch von Fan Pavlos Joseph in der englischen Umkleidekabine initiiert zu haben.

Der 32-Jährige Joseph war nach dem WM-Spiel der "Three Lions" gegen Algerien (0:0) am 18. Juni in der Kabine der Engländer vor David Beckham aufgetaucht und hatte diesen verunglimpft. Dafür wurde Joseph zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 75 Euro verurteilt. Joseph hatte anschließend erklärt, er sei nur auf der Suche nach einer Toilette gewesen.

Allerdings soll der kuriose Vorfall ein inszenierter Coup einer englischen Tageszeitung gewesen sein. Die südafrikanische Polizei hatte deshalb den englischen Journalisten Wright vom Sonntagsblatt "Sunday Mirror" verhaftet. Gegen Kaution befindet sich der Reporter derzeit auf freiem Fuß.

Wright soll dem Kabinen-Stürmer Joseph den Zutritt zur Umkleide der Engländer ermöglicht haben, um eine gute Story zu bekommen. Der Mirror nahm seinen Journalisten allerdings in Schutz. "Das war eine absolut legitime Geschichte. Der Reporter verhält sich in Südafrika genauso vorbildlich wie in England", sagte Mirror-Sprecher Nick Fullagar.

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