Die südafrikanische Fußball-Nationalmannschaft muss sich möglicherweise einen anderen Spitznamen als "Bafana Bafana" zulegen. Um einem Urheberrechtsstreit aus dem Weg zu gehen, zieht der südafrikanische Verband (SAFA) eine Umbenennung des Nationalteams in Erwägung.

Wie SAFA-Präsident Kirsten Nematandani mitteilte, habe sich bereits 1994 ein Geschäftsmann die Rechte an der Bezeichnung "Bafana Bafana" gesichert und damit laut Medienberichten bei der abgelaufenen WM-Endrunde Einnahmen in Höhe von knapp acht Millionen Euro erzielt.

"Wir sind besorgt, wir können diesen Weg nicht weitergehen", sagte der SAFA-Präsident.

Auch der Verband verwendet in vielen seiner Publikationen den Spitznamen. Weil dies möglicherweise illegal ist, deutete Nematandani an, dass sich die südafrikanische Nationalmannschaft einen anderen Spitznamen suchen müsste - auch wenn es derzeit keine Hinweise darauf gibt, dass der Inhaber der Namensrechte die Safa verklagen wolle.

Kommt es zu einer Umbenennung, solle die Öffentlichkeit daran beteiligt werden. "Der Name stammt aus der Bevölkerung, wir geben den Ball an die Menschen zurück", sagte Nematandani.

"Bafana Bafana" ist Zulu und bedeutet "die Jungs". Journalisten sollen der Nationalmannschaft den Namen in den frühen 90er Jahren gegeben haben, kurz nachdem der weltweite Bann für südafrikanische Sportler aufgehoben worden war und die Kicker international völlig unerfahren auftraten.

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