Schiedsrichter Michael Kempter hat erstmals auf den Vorwurf reagiert, er sei parteiisch, weil er in einer privaten E-Mail Bayern München eine Niederlage gewünscht habe.

"Erinnern kann ich mich nicht daran, sie soll ja aus dem Jahr 2007 stammen. Wenn ich doch so etwas geschrieben haben sollte, dann ist diese Aussage unbedacht gefallen", sagte Kempter der Tageszeitung "Die Welt" und kündigte an: "In diesem Fall werde ich mich bei den Verantwortlichen persönlich dafür entschuldigen."

Der frühere DFB-Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell, der von Kempter der sexuellen Belästigung beschuldigt wird, hatte eine angeblich von Kempter stammende E-Mail veröffentlicht.

In dieser hatte gestanden: "Gleich spielen die Bayern. Hoffentlich fliegen sie raus. Dann können wir darauf anstoßen."

Kempter betonte nun, er habe überhaupt nichts gegen den FC Bayern. "Im Gegenteil: Ich habe Spiele von ihnen immer sehr gern gepfiffen, weil dieser Verein hochprofessionell geführt ist", sagte der 27 Jahre alte FIFA-Referee.

Kempter hat bislang in der Bundesliga fünf Spiele der Münchner gepfiffen. Vier davon gewann der Rekordmeister deutlich, eines endete 0:0.

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