Der frühere Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell sieht möglichen Strafanzeigen durch FIFA-Referee Michael Kempter und drei weiteren anonymen Unparteiischen scheinbar gelassen entgegen.

"Auch bezüglich dieser Herren liegt ausreichend Beweismaterial vor, die die erhobenen Anschuldigungen ad absurdum führen", teilte Amerell über eine Presseerklärung seines Anwaltes Jürgen Langer mit.

Amerell wird von Kempter und den bislang anonyomen Referees der sexuellen Belästigung beschuldigt. Im Gegenzug geht der 63-Jährige gegen die vier Personen wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen und Verleumdung strafrechtlich vor.

Zudem erhob Amerell erneut Vorwürfe gegen DFB-Boss Theo Zwanziger. "Es bestätigt sich der Verdacht, dass dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes gerade nicht an einer internen Klärung der Angelegenheit gelegen war", sagte Amerell.

Als vermeintlichen Beweis für seine Behauptung veröffentlichte Amerell eine weitere SMS von Kempter an ihm, aus der hervorgeht, dass Kempter an einer verbandsinternen Klärung gelegen war. Diese SMS wurde am 1. Februar, also drei Tage vor der Präsidiumssitzung, in der die Vorwürfe erstmals in einer größeren Runde diskutiert wurden, verschickt.

Amerell hatte Zwanziger bereits in der vergangenen Woche vorgeworfen, "in blindwütiger Art und Weise zwei Menschen und ihre Ehre auf dem Altar der Öffentlichkeit geopfert" zu haben.

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