Der DFB und dessen Präsident Theo Zwanziger geraten im "Fall Manfred Amerell" immer stärker in Bedrängnis.

Aus der Bundesliga übten jetzt auch Geschäftsführer Klaus Allofs von Werder Bremen und Sportdirektor Martin Bader vom 1. FC Nürnberg öffentlich Kritik. Zudem nahm die Vorsitzende des Sportausschusses im deutschen Bundestag, Dagmar Freitag, den DFB bei der Aufarbeitung der Affäre in die Pflicht.

"Der DFB hat sich in dieser Angelegenheit überschätzt. Ich finde, man ist da zu sehr vorgeprescht. Man hätte grundsätzlich klären müssen, ob Amerell sein Amt tatsächlich missbraucht hat", sagte Allofs: "Jetzt sind eine ganze Reihe von Fakten dazugekommen, die die Angelegenheit sehr kompliziert machen."

Bader unterstellte dem DFB "nicht das beste Krisenmanagement". Dagegen wollte sich der Ligavorstand vor der DFB-Präsidiumssitzung am Freitag zunächst nicht weiter zu dem Thema äußern, nachdem Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball das DFB-Schiedsrichterwesen zuletzt bereits als "Geheim-Orden" bezeichnet hatte.

Dafür sparte auch die Sportausschuss-Vorsitzende Freitag nicht mit Kritik. "Ich glaube, dass es dem Fußball nicht gut tut, wie die ganze Diskussion geführt wird", sagte Freitag.

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