DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus hat in der Diskussion um die jüngsten Fan-Ausschreitungen kein gutes Haar am Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, gelassen: "Mit einigen Personen macht es keinen Sinn mehr zu reden. Selbst von Beamten habe ich sehr differenzierte Aussagen zu Herrn Wendt vernommen. Leider traut sich dort niemand, ihm den Stöpsel herauszuziehen", sagte Hieronymus bei einem Pressetermin in Frankfurt/Main.

Wendt hatte nach den Krawallen im Anschluss an das Bundesliga-Spiel zwischen Hertha BSC Berlin und dem 1. FC Nürnberg (1:2) am 13. März unter anderem "Geisterspiele" gefordert und sich für einen personalisierten Ticketverkauf stark gemacht. In der Hinrunde hatte Wendt mit seiner Aussage für Aufsehen gesorgt, dass sich Fans beim Stadionbesuch "in Lebensgefahr" begeben würden.

Hieronymus sieht die DFL und den Deutschen Fußball-Bund in einem "Dilemma". "Es macht keinen Sinn, noch Maßnahmen oben draufzusetzen. Aber wir müssen für die überwiegend friedlichen Zuschauer auch für Sicherheit sorgen", sagte Hieronymus.

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