Der ehemalige Schiedsrichter-Beobachter Manfred Amerell hat die Ankündigung des Comebacks von Referee Michael Kempter zum Anlass genommen, DFB-Präsident Theo Zwanziger erneut heftig zu kritisieren.

"Zwanziger versucht damit, seinen Kopf zu retten. Das ist die Not des Herrn Zwanziger, der sein Amt nicht verlieren will. Da er sein Schicksal mit Kempter verbunden hat, zaubert er ihn jetzt aus dem Hut", sagte Amerell.

Amerell prophezeite sogar das Ende der Amtszeit des DFB-Präsidenten. "Es war ein anderer Schiedsrichter vorgesehen. Diese Nummer wird nach hinten losgehen. Wenn Zwanziger Charakter hat, wird er sein Amt mit dem Untergang seines Kronzeugen Kempter verlieren", erklärte Amerell, der Zwanziger zudem "demagogische Aussagen" vorwarf: "Dafür kann er mir ruhig wieder seine Anwälte auf den Hals hetzen."

Für die Ansetzung Kempters am Samstag beim Drittliga-Spiel zwischen dem SV Sandhausen und Holstein Kiel hat Amerell kein Verständnis. "Es ist schon dreist, jemanden so kurzfristig anzusetzen, der die Öffentlichkeit belogen hat", sagte er: "Seine Ansetzung ist ein Schlag ins Gesicht ehrlicher Menschen. Für einen Schiedsrichter ist es wichtig, ehrlich und glaubwürdig zu sein. Das ist Kempter nicht."

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