Mit einem 10-Punkte-Plan wollen der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga der wachsenden Gewalt im deutschen Fußball begegnen.

Zu den Kernpunkten gehören der Verzicht auf Bundesliga-Spiele am 1. Mai 2011 sowie die Einstellung von hauptberuflichen Ordnungskräften in den Klubs. DFB und DFL stellten das Maßnahmenpaket am Freitag am Runden Tisch in Berlin bei Bundesinnenminister Lothar de Maiziere mit Vertretern von Polizei, Kommunen und Fan-Verbänden vor.

Am 1. Mai womöglich auf Spieltage zu verzichten, um die Polizei zu entlasten ist laut DFB-Präsident Theo Zwanziger "nicht einfach, weil wir durch die TV-Verträge auch Absprachen einhalten müssen".

Eine Beteiligung an Kosten der Polizei für Einsätze im Fußball, die pro Jahr bei rund 100 Millionen Euro liegen, lehnten DFB und DFL jedoch ab. "Ich bin auch froh, dass solche Forderungen am Runden Tisch nicht aufkamen", sagte Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball.

Desweiteren sollen die Kommunikation zwischen allen Beteiligten wie Liga, Polizei und Kommunen sowie die präventive Fan-Arbeit verbessert werden. Zudem wird ein wissenschaftlicher Beirat mit hochkarätiger Besetzung eingerichtet, der Modelle für Sicherheitsproblematiken erarbeiten soll.

Zuletzt hatten die Ausschreitungen in den deutschen Fußball-Stadien wieder zugenommen. Am 13. März waren nach dem Bundesliga-Spiel zwischen Hertha BSC Berlin und dem 1. FC Nürnberg (1:2) 100 Chaoten auf den Rasen den Olympiastadions gestürmt und hatten den Innenraum verwüstet.

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