Rassistische Anhänger haben in der Leipziger Bezirksklasse für einen Spielabbruch gesorgt. Nach 80 Minuten des Punktspiels zwischen dem SV Mügeln-Ablaß und Roter Stern Leipzig am Samstagnachmittag brach der Schiedsrichter beim Spielstand von 2:0 laut Polizeiangaben "aufgrund von ihm wahrgenommener rassistischer Gesänge aus dem Bereich der Mügelner Fans das Fußballspiel vorzeitig ab".

Schon während der ersten Halbzeit war das Spiel nach fremdenfeindlichen Gesängen und Auseinandersetzungen der Polizei mit Gäste-Anhängern unterbrochen worden. Bereits vor der Begegnung war ein Fan der Heim-Mannschaft von Leipziger Anhängern am Kopf verletzt worden.

Beim Eingreifen der Polizei wurden zwei Randalierer und ein Polizeibeamter leicht verletzt. Ein Tatverdächtiger wurde noch vor Ort festgestellt. Eine Auswertung von Videomaterial zu weiteren Tatbeteiligten durch die Polizei soll in den kommenden Tagen erfolgen. Die Ermittlungen laufen.

Der SV Mügeln-Ablaß distanzierte sich auf seiner Internetseite von den rassistischen Parolen einiger Anhänger. "Die rechten Gesänge einer Gruppe, die noch niemals in Mügeln oder Ablaß zum Fußball erschienen waren", sollen "in keinster Weise geleugnet oder gar beschönigt werden", hieß es.

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