Nach dem Ende der Ära als Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses hat Volker Roth Fehler bei der Aufklärung der Affäre um Manfred Amerell und Michael Kempter erneut vehement zurückgewiesen.

Der Reform des DFB steht der 68-Jährige abwartend gegenüber. Kritik äußerte Roth an der DFL und Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball.

"Als Kempter zu mir kam, musste ich seine ungeheuerlichen Vorwürfe erstmal sacken lassen. Dass ich nicht vom Stuhl gefallen bin, war ja alles", sagte Roth im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" und dem "kicker": "Den Vorwurf, zu spät reagiert zu haben, weise ich deutlich zurück."

Roth, der 15 Jahre an der Spitze des Schiedsrichter-Ausschusses stand, hat seine Arbeit verteidigt: "Mit Ruhe betrachtet war es sicherlich nicht so, dass das deutsche Schiedsrichterwesen kurz vor dem Untergang stand", sagte Roth:

Trümmer müsse Herbert Fandel als Chef der neuen Schiedsrichterkommission ganz sicher nicht aufräumen.

Kein Verständnis zeigte Roth für die Forderung der DFL nach mehr Transparenz und der Aussage von Rauball, der das Schiedsrichterwesen als "Geheimorden" bezeichnet hatte.

Von der DFL hätten Hellmut Krug und Holger Hieronymus drei Jahre lang im Schiedsrichterausschuss gesessen und nie Einwände gehabt. "Da war aus meiner Sicht absolute Transparenz", sagte Roth.

International will Roth bis Juni 2011 sein Amt in der Schiedsrichterkommission der UEFA weiter ausüben. "Ich hätte jetzt schon aufgehört, aber dann wäre auf Fandel sehr viel auf einmal zugekommen", erklärte Roth.

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