In der pikanten Affäre um Manfred Amerell und Michael Kempter hat die Staatsanwaltschaft Augsburg die Verfahren gegen den früheren Schiedsrichterbeobachter sowie den FIFA-Referee eingestellt.

Als Begründung gab die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in einer Pressemitteilung in beiden Fällen fehlenden Tatverdacht an.

"Das ist ein Freispruch erster Klasse", sagte Amerell. Der 63-Jährige war von Kempter und drei weiteren anonymen Unparteiischen der sexuellen Nötigung beschuldigt worden.

Amerell hatte die Vorwürfe stets bestritten und im Gegenzug Klage wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen, übler Nachrede und Verleumdung erhoben.

"Die Vernehmungen und die Auswertung des SMS- und Email-Verkehrs zwischen den Verfahrensbeteiligten haben keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Beschuldigte bewusst einen Widerstand der vier Schiedsrichter gegen seine sexuellen Handlungen überwinden musste", hieß es in der Begründung der Staatsanwaltschaft.

In Bezug auf die Einstellung des Verfahrens gegen Kempter und die drei weiteren Unparteiischen erklärte die Staatsanwaltschaft, den Beschuldigten könne nicht nachgewiesen werden, dass sie im Rahmen des Verfahrens sowie der auch öffentlich geführten Auseinandersetzung bewusst falsche Angaben gemacht hätten.

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