Der überschuldete Traditionsverein Rot-Weiss Essen hat am Freitag einen Insolvenzantrag gestellt. Dies teilte der Vorstand des Regionalligisten am Freitagnachmittag mit.

Essen steht damit als Zwangsabsteiger fest.

"Es ist RWE nicht gelungen, die Bedingungen des Deutschen Fußball-Bundes für die Regionalliga-Lizenzerteilung zu erfüllen. Es fehlte letztlich ein Betrag in Höhe von cirka 2,2 Millionen Euro", teilten die Westdeutschen mit.

Der Vorstand sei daher verpflichtet gewesen, unverzüglich Insolvenzantrag zu stellen. Ansonsten hätte er sich schadensersatzpflichtig gemacht. "Der Vorstand ist dieser Verpflichtung soeben nachgekommen und hat Insolvenz wegen Überschuldung beim Amtsgericht Essen beantragt", heißt es in der Erklärung des dreiköpfigen Gremiums weiter.

Der DFB hatte am 2. Juni die Wirksamkeit einer Bürgschaft (2,709 Millionen Euro) nicht anerkannt. Daher musste Rot-Weiss Essen bis Freitagnachmittag rund 2,4 Millionen Euro zusammenbekommen, um die Lizenz für die nächste Regionalliga-Saison zu erhalten. Dies missglückte jedoch.

Der 1907 gegründete Klub gehört zu den großen deutschen Fußball-Traditionsvereinen und feierte den größten Erfolg 1955 mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft. Der Verein spielte zudem sieben Jahre in der Bundesliga, zuletzt in der Saison 1976/77 mit Torjäger Horst Hrubesch.

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